
Foto: 59. Internationale Jagdkonferenz Salzburg
Martin Ossmann, Chefredakteur von "Der Anblick" berichtet in der Ausgabe August 2026 auf S. 38 ff: Die 59. Internationale Jagdkonferenz vom 25. bis 26. Juni 2026 in Anif fand auf Initiative von Jagd-Österreich-Präsident und Tiroler Landesjägermeister Toni Larcher statt, nach einer Pause von 5 Jahren wegen der Covid-Pandemie. Weidgerechtigkeit läßt sich nicht in Stein meißeln, befand der Schweizer Philosoph Alexander Schwab zum Thema "Tierethik versus Weidgerechtigkeit". Für ihn ist die bürgerliche Jagd - eingebettet in eine Kulturlandschaft - heute eine vernünftige und sinnvolle Tätigkeit. Dem Einfluss der Tierrechtler im Bildungssektor und den Medien müsse man mit einer menschlichen und tierfreundlichen Ethik begegnen. Vertreterinnen der Teilnehmerschaft aus Österreich und Südtirol, wie die Akademischen Jagdwirtinnen Christine Fischer und Simone Lechner gefällt dieser Ansatz: Sie plädieren für eine moderne Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien, einen verantwortlichen Umgang mit Erlegerbildern. Die überwiegende Ablehnung der Gesellschaft von solchen Fotos in der medialen Öffentlichkeit führe zwangsläugig zu der Frage, ob wir als Jäger töten dürfen. Leider benutzten Influencer die Natur und die Tiere nur als Kulisse ihrer Selbstdarstellung. Die Jagdkonferenz soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

