Foto: Galerie Magnet, Joanneum 2016 - M. Ossmann
Harald W. Vetter versucht in der August-Ausgabe 2026 von "Der Anblick" auf S. 42 f. eine Analyse, wie wertvoll Werke in Jagdstuben sein können. Vielfach werden Kunstwerke aus Familienbesitz auf Auktionen angeboten, ausgerüstet mit Legenden von Generationen von Familienmitgliedern, die den Wert ins Astronomische steigern. Die Verblüffung ist dann entsprechend groß, wenn Experten beispielsweise Kopien nachweisen, die in den vergangenen Jahrhunderten zahlreich waren. Daneben war es bis zum Beginn des 20igsten Jahrhunderts üblich, sich selbst als stolzen Jagdherrn porträtieren zu lassen. Solche Kunstwerke, als Salon- oder auch Hotelkunst bekannt, finden sich heute noch in zu begutachtenden Nachlässen, wie Vetter berichtet. Seriöse Antiquitätenhändler und Auktionshäuser wie Van Ham oder Lempertz bieten im Vorfeld von Auktionen detaillierte Informationen und Schätzungen, so dass man vor Überraschungen weitgehend geschützt ist. In der Regel ist eine Expertise bei den großen Häusern kostenlos.

