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Samstag, 23 Januar 2021 12:11

Wiebke Hüster: Wildwechsel

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Foto: TJV

Auf Augenhöhe mit den Wolken: So überschreibt Wiebke Hüster ihren Artikel in der FAZ vom 22. Januar 2021. "Das Gamswild stellt die menschliche Jagd vor die vielleicht größte ihrer Herausforderungen." In der Serie "Wildwechsel" wird die Problematik der Bejagung des Gamswildes auch für Nicht-Jäger verständlich dargestellt. Und es wird geschildert, wie wenig sich die Bayerischen Staatsforsten um den Erhalt dieses Wildes kümmern. Doch die Gefahren lauern nicht nur durch die unvernünftige Bejagung: "Das Wild leidet unter dem Klimawandel, rücksichtslosem Alpintourismus, einer Auffassung von Sport, die nicht nur klassische Philologen absurd finden, sowie einem falsch verstanden Försterehrgeiz, der selbst auf steilsten Felslagen Aufforstung um jeden Preis betreibt".

Samstag, 11 Juli 2020 13:00

Ruhe für das Wasserwild

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Die Ruhe durch den Lockdown im Rahmen der Corona-Pandemie wirkt sich indirekt auch auf das Wasserwild aus: Seltene Arten, wie zum Beispiel auch der Biber, lassen sich bei vollem Tageslicht wahrnehmen. Ungestört von sonstigen hecktischen Aktivitäten des Menschen bietet sich der Anblick von Wildtieren. Es scheint, als wenn sie die Chance begriffen hätten, wie früher ihres Weges zu gehen. Scheues Verhalten ist nicht angebracht, kein Mensch dringt in ihren Lebensraum ein. Die vermehrten Beobachtungen von Wasservögeln, aber auch Nagern wie der Biber, die während des Lockdowns möglich sind, bieten auch Wissenschaftlern neue Erkenntnisse. Mitarbeiter des Instituts für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität Wien konnten in ad hoc-Projekten ungestört durch den Alltagslärm ihre Messtechnik und Aufnahmegeräte installieren. Mit Spannung wird die Auswertung erwartet, welche Vogelarten z. B. sich in der Covid 19-Stille  im urbanen Raum akustisch dokumentieren lassen. Auch der Verfasser hat in bescheidenem Rahmen in seiner oberbayerischen Heimat diese Erfahrung gemacht und in der unten wiedergegebenen Präsentation festgehalten (Hinweis zum Öffnen: Weiterlesen, Anhänge herunterladen, Öffnen der Datei).

Donnerstag, 02 April 2020 16:44

26. Jägertagung Aigen

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Die 26. Jägertagung 2020 in Aigen stand unter dem Motto: Jagd im Wandel. Zu den Themen "Raumplanung und deren speziellle Auswirkung", "Verpflichtung für die heimische Jägerschaft", "Infrastrukturprojekte im Revier", "Der Jäger in den sozialen Netzwerken" sowie zu dem Dauerthema "Wolf" lesen Sie den anhängenden Beitrag von FM Martin Schuster in der Jagdzeitschrift St. Hubertus Ausgabe 4/2020 S. 24 f., hier auf dieser Website  (weiterlesen, Anhänge herunterladen, öffnen).

Dienstag, 14 Januar 2020 16:59

Jagdgründe

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02 Bild Jagdgruende 
Foto: Verfasser

Das Deutsche Jagdmuseum München als Bühne für großspurige Selbstdarstellung? Schon um 1900 gab es erste Überlegungen für ein Deutsches Jagdmuseum, ursprünglich auf Betreiben Görings in Berlin. Erst Christian Weber, der mächtige Stadtpolitiker Münchens konnte sich 1934 der Förderung Prominenter sichern und die Sammlung des Grafen Maximilian von Arco-Zinneberg erwerben. Ursprünglich im Nymphenburger Schloß untergebracht wurde sie 1966 in der ehemaligen Augustinerkirche neu ausgestellt. Die historische Thematik des Zusammenspiels von Jagd und Macht, man bedenke nur die Jahrhunderte alte Selbstinszenierung herrschender Häuser, die auch heute noch als Privileg des neuen „Geld“-Adels erkennbar ist, hatte auch im Dritten Reich ihren Stellenwert. (Zu) sehr deutlich meint aber die heutige Leitung dem Zeitgeist entsprechen zu müssen, wenn sie Gründe – angeblich historisch belegt – dafür anführt, warum sie die imposanten Geweihe des damaligen Reichsjägermeisters Göring aus der Rominter Heide von der Wand genommen hat. Auch heute noch, wenngleich weniger, entspricht es z. B. dem Selbstwertgefühl manches Wirtschafts-führers, sich mit kolossalen Trophäen zu schmücken. Davon waren natürlich auch Politiker nicht ausgenommen, wie uns das damalige Leben hinter dem eisernen Vorgang verdeutlicht. Angeblich soll die Jagd der Gegenwart frei vom Anschein der Exklusivität sein, weshalb man sich wohl auf die Nazizeit besonders zu stürzen glauben musste. Dabei kommen allerdings Zweifel auf, ob sich eine gründliche Recherche nicht auch angesichts der „neuzeitlichen Auftritte“ bekannter Jagdfunktionäre und -Politiker im In- und Ausland lohnen würde, um der Jagd an sich den Stellen-wert wiederzugeben, der eine Akzeptanz in der Gesellschaft fördern würde.

Sonntag, 05 Januar 2020 12:19

Unfrei im Freistaat

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Artikel aus Wild Und Hund vom 22. August 2017 (bereits im Juni 2011 erschienen):

Der Rothirsch ist so bayerisch wie Weißbier und Trachtenjanker. Durch die Hirschlederne, Hirschhorn-Knöpfe oder das obligatorische Geweih im Wirtshaus ist er im Freistaat allgegenwärtig. Zudem lebt mit einem geschätzten Bestand von etwa 30 000 Stück in keinem anderen Bundesland mehr Rotwild als in Bayern. Vor allem im Alpenbogen, aber auch in Oberfran ken und im Spessart gibt es bedeutende Bestände. Bezieht man die hohe absolute Zahl an erlegtem Rotwild (etwa 10 000 Stück) jedoch auf die Fläche Bayerns, wendet sich das Blatt. Mit anderthalb Stück pro 1 000 Hektar Landesfläche wird hier weniger Rotwild erlegt als im bundesdeutschen Durchschnitt. Nur auf die Waldfläche bezogen, sieht es noch düsterer aus: Mit vier Stück erlegtem Rotwild pro 1 000 Hektar Wald liegt der Freistaat Bayern an viertletzter Stelle aller Bundes länder mit Rotwildvorkommen und damit nur knapp vor dem Stadtstaat Hamburg!

 

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Daphne 2002/2003, Bronze von Markus Lüpertz (Foto: Verfasser)
Langes Haus - Stiftung Nantesbuch

Nantesbuch wild -Von der Rehkitz-Rettung bis zum Schweizer Schnitt

Auf dem großen, waldumstandenen Gelände der 2012 von Susanne Klatten gegründeten Stiftung Nantesbuch im bayerischen Voralpenland zwischen Loisach und Isar in der Nähe von Bad Heilbrunn trafen sich etwa 70 Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Deutschland zur Erkundung von Themen rund um das Wild mit Experten aus der Praxis. Vom 22. bis 23. November 2019 hatte die Stiftung unter Leitung von Kurator Dr. Jörg Garbrecht in Zusammenarbeit mit dem Silbernen Bruch, dem internationalen Orden zum Schutz von Wild, Wald und Flur und zur Förderung von weidgerechtem Jagen Naturverbundene, nicht nur Jäger zum Gedankenaustausch in das "Lange Haus" eingeladen.

Dienstag, 29 Oktober 2019 10:38

Schloß Wolfsthurn

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PA234983
Foto: Verfasser

1991 nahm das Landesmuseum für Volkskunde, dessen Außenstelle das Jagd- und Fischereimuseum ist, die Bereiche Jagd und Fischerei in seine Sammeltätigkeit auf. Zur Sammlung gehören vorwiegend Objekte mit Tirol-Bezug zur Jagd- und Fischereigeschichte und Objekte der Volkskunst, verziert mit Jagd- und Fischereimotiven. Die Sammlung enthält Jagdwaffen und Trophäen, aber auch ganz besondere Fischereigegenstände wie gespließte Angelruten, wahre Kunstwerke. Historische Hirschtrophäen sowie zwei Prunkräume gehören weiterhin zur Ausstattung des Schlosses, das seinerzeit im ausgehenden 17. Jahrhundert von seinem Erbauer Franz Andrä von Sternbach nicht als Jagdschloß vorgesehen war. Die Familie bewohnt das Schloß mittlerweile in der achten Generation, seit Gründung des Museums im hinteren Teil, dem sogenannten Kavalierstrakt.

Montag, 28 Oktober 2019 18:32

Raufußhuhnsymposium

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86 Bild Jagd Auerhahn
Foto: Verfasser

Vom 23. bis 24.10.2019 fand im Vincentinum in Brixen in Südtirol das Raufußhuhnsymposium der Landesjagdverbände Südtirol, Tirol und Bayern statt. Namhafte Referenten berichteten Aktuelles über diese immer seltener werdende Vogelart, die im Frühjahr nur noch in Österreich (Auer- und Birkhuhn) bejagt werden dürfen. Lesen Sie mehr in der unten wiedergegebenen Fotoreportage.

Sonntag, 20 Oktober 2019 16:24

Beizjagd Weinviertel

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223 Bild Pointer Falkenstein
Foto: Verfasser

Die diesjährige internationale Falknertagung des Österreichischen Falknerbundes fand in Falkenstein/Niederösterreich vom 17. bis 19. Oktober 2019 statt. Die Gruppe der Falkner mit den Anwarterfalken jagte erfolgreich im Revier Schrattenberg/Weinviertel auf Fasanen. Wesentlich für diese Art der Falknerei sind die eingesetzten Hunde, hier waren es Pointer und englischer Setter, die das Wild anzeigen, währenddessen schraubt sich der Falke in die Höhe, um bei Erscheinen der Beute wie ein Stein sich auf sie zu stürzen, um sie zu schlagen. Sehen Sie hierzu die im Anhang beigefügte Fotogalerie mit einmaligen Aufnahmen.  

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