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Publikationen (65)

Dienstag, 09 April 2019 10:11

Universitätskurs Jagdrevier 2019 BOKU

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2019 04 07 Schloss Seefeld Kadolz
Foto: Verfasser
Das Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien bietet im Jahr 2019 einen Universitätslehrgang "Jagdrevier" an. Lernziel ist die Vertiefung von Kenntnisen der Revierbewirtschaftung. Dazu werden in vier Lehreinheiten repräsentative und herausragende Betriebe besucht und deren jagdliche Bewirtschaftung analysiert. Die erste Lehreinheit fand in der Zeit vom 05. bis 07. April 2019 im Schlosshotel Mailberg, Niederösterreich, statt. Schauen Sie sich die nachfolgende Bildreportage über die Gutsverwaltung Hardegg in Seefeld-Kadolz an (weiterlesen, Anhänge herunterladen, öffnen).

Montag, 08 April 2019 15:44

2. Alpenländische Jagdrechtstagung

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Foto: Vivienne Klimke

Wieviel Jagd darf sein? Rechtliche Grenzen der Bejagung

Unter der Leitung von RA DDr. Kathrin Bayer und MLaw Klemens Jansen, B. A. HSG, fand vom 3. bis 5. April 2019 im Literaturhaus in der Landeshauptstadt München die zweite Alpenländische Jagdrechts-tagung nach der erfolgreichen Eröffnung dieser Reihe in 2017 in Vorarlberg statt. Themen dieser Tagung waren u. a.: Tierschutzgerechte Rotwild-reduktion, Wolfsmanagement, Bejagung von Wolfshybriden. Weitere Themen: Aktuelle Problematik des Schwarzwildes sowie die Frage, welche Schussdistanz noch weidgerecht ist? Es wurde ein Preis für eine Masterarbeit "Der Jagdgesetzgeber - Ein Biologe? verliehen. Empfehlungen an den Jagdgesetzgeber des Alpenraumes, die der Beirat der Alpenländischen Jagdrechtstagung gefasst hat, finden Sie hier: https://wildundhund.de/2-alpenlaendische-jagdrechtstagung-neue-leitlinien-fuer-die-jagd/

Mittwoch, 13 März 2019 18:13

Jubiläumstagung 2019 in Aigen

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Bild 190 Schloss Gumpenstein 
Foto: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Die 25. Österreichische Jägertagung in der Puttererseehalle in Aigen/Ennstal vom 11./12. März 2019 stand unter dem Motto: "Rotwildjagd im Umbruch: Neue Einflüsse und Wechselwirkungen."

Insbesondere die Frage nach der Wildfütterung im Winter hat vor dem Hintergrund des vielen Schnees in den vergangenen Monaten für eine hoch-emotionale Diskussion unter den Jägern geführt. Angefangen von Beiträgen wie "Hausgemachtes Problem" über "Tierleid in der Notzeit reduzieren", "Wild nicht im Schutzwald füttern" bis hin zu "Füttern, aber richtig" gingen die Meinungen auseinander. Weitere Themen wie die Auswirkung grosser Beutegreifer (Wolf) auf die Rotwildpopulation sorgten für eine spannende Tagung, die nicht nur wegen ihres Jubiläums in Erinnerung bleibt. Sie fand erstmalig im Jahre 1995 im Seminarraum von Schloss Gumpenstein statt. Nur 23 Jäger nahmen damals teil während der eintägigen Gespräche, der Schwerpunkt lag auf der praktischen Beurteilung von Wildheu, dessen Proben bewertet wurden. Fritz Völk und Karl Buchgraber führten damals durch die Veranstaltung. Die neue Mannschaft, die nach den 25 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit nunmehr antritt, übernimmt ein grosses Erbe; die Jäger dürfen gespannt sein, welche neuen Ideen zum Ansatz kommen.

Samstag, 02 März 2019 16:54

Buchvorstellung

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Bild 109 BOKU Fasanenjagd
Foto: The Way to the Shooting - Shooting UK

Moderne Fasanenzucht

Normalerweise werden die freigelassenen Fasanen in Großbritannien von Beginn der Jagdsaison in der zweiten Hälfte September bis Anfang Februar gefüttert. Durch diese Maßnahme, speziell bei Verlängerung der Fütterungszeit bis in den Mai, kann nach Studien des renommierten britischen Wildbiologen Dr. Roger Draycott vom Game and Wildlife Conservation Trust   (Draycott et al, 2005) die Überlebens- und Fortpflanzungswahrscheinlichkeit der Fasanen stark angehoben werden. Die Frühlingsfütterung verbessert das Brutverhallten, denn normalerweise pflanzen sich die ausgesetzten Tiere nur in geringem Umfang fort.

Getriebene Fasanen – driven pheasant – gehören in England zu den beliebtesten Jagdarten auf Niederwild. Englische Farmer haben schon vor mehr als einem Jahrhundert umgesattelt und ihre Ländereien ganz der Zucht von Fasanen, Rebhühnern etc. gewidmet. Britische Jagdtradition findet man z. B. in North Yorkshire, wo Niederwild in einer Game-Farm gezüchtet wird.

Die große Anpassungsfähigkeit des Fasans an die Kulturlandschaften macht ihn zu einer Niederwildart, deren jagdliche Nutzung auch unter den Bedingungen einer modernen Landwirtschaft erfolgreich ist.

Um 800 unserer Zeitrechnung war der Fasan bereits in England verbreitet und ist in Böhmen seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Hier entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert eineFasanenzucht und Bewirtschaftung von hoher Blüte mit Ausstrahlung auf andere Länder. In der Wild-Fasanerie werden am Rande des Aussetzungsgebietes gesammelte oder in Fasanerien zugekaufte Eier durch Hühner- und Putenglucken ausgebrütet, und die Küken verwildern allmählich in dem ihnen zugedachten Lebensraum. In der Kleinfasanerie werden Fasaneneier durch Kunstbrut erbrütet und die Jungtiere in die Wildbahn entlassen. Das geschieht lange vor Aufgang der Jagd, und die Vögel sind völlig wild, wenn sie bejagt werden.

Kostengünstiger ist es natürlich, Jung-Fasanen bei einer Groß-Fasanerie zu kaufen und auszuwildern. Werden die Vögel zu spät ausgesetzt, kommt es allerdings zu den Auswüchsen, mit denen Jäger vor einigen Jahren in den östlichen Jagdländern zu kämpfen hatten, und die heute noch in Bulgarien anzutreffen sind. Die halbzahmen Fasanen baumen nicht mehr auf, haben kaum Feindreflexe und fliegen schlecht.

Im Juli werden die rund sechs Wochen alten Jung-Fasanen ausgewildert, auf naturnahe Haltung wird höchster Wert gelegt. Es wäre ein Skandal, wenn bei einer Jagd halbzahme, schlecht fliegende Vögel vorkommen würden. Die meisten Schützen schießen nur auf hohe und schnelle Vögel, langsam und tieffliegende Fasanen werden geschont (Fellinger, 2016).

 

 

Driven Game Shoot

1. Auflage 2019

Verlag:

Albrecht und Sabine Linder

D-83700 Rottach-Egern

gebunden Leinen, 222 Seiten, 139 farbige Abb., 39,- €

                                                                                                                                  erhältlich unter:

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Druck: Stindl,

Rottach-Egern

 

Samstag, 09 Februar 2019 13:13

Wasseramsel in der Schwarzach

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Wasseramsel TJV 2019 2
Foto: Erik Mandre/Shutterstock(1)

Ein Gebirgsbach schlängelt sich durch die Natur und plätschert seelenruhig vor sich hin. Auf einmal taucht der kleine, amselähnliche Vogel mit der weißen Brust aus dem kalten Wasser auf – die Wasseramsel (Cinclus cinclus). Der Singvogel fasziniert durch seine perfekte Anpassung an das Leben entlang und in Gewässern. Da er stets auf Trab ist und während seiner Tauchgänge nur kurz auftaucht oder an Land ist, wird er oft gar nicht wirklich wahrgenommen. Während des Sommers kann man die Badelaune der Wasseramseln verstehen, im Winter jedoch stellt man sich schnell die Frage, was dieser kleine Vogel da eigentlich macht, wovon er sich ernährt und warum er nicht erfriert.

Sonntag, 27 Januar 2019 13:09

GunsOnPegs

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187 Bild Gun Dog Peg
Foto: GunsOnPegs

Welche Patronen für die Flugwildjagd?

Um es gleich vorweg zu sagen: Das artet meistens in eine Ideologie aus! Die Briten, wie im Bild, schonen ihre noblen "Side by Side"-Flinten und bevorzugen leichte Ladungen, am liebsten Nô. 7,5 (2,41 mm) mit 21 g Vorlage (höchstens 24 g), egal welches Kaliber (am besten Kal. 20). Die Deutschen lieben es eher deftiger: 28 g minimum, am besten Kaliber 12/76 mit 32 g (der Bayer würde sagen: Damit man hinlangen kann). Auch der Franzose bevorzugt die etwas schwerere Patrone: Unter Standard findet man 28 g Vorlage bei Kaliber 12. Man muß sich Mühe machen, überhaupt Anbieter für Kal. 20 zu finden; Kal. 28 oder gar .410 wird nur in einer Ausführung angeboten (FOB Nobelsports).

Donnerstag, 15 November 2018 10:12

Verantwortung der Jagd für die Schöpfung

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2018 11 14 Deutsches Jagdmuseum

Foto: Jagdmuseum München

Der japanische Chor der Musashino-Universität mit etwa 400 Sängern interpretiert das umfangreiche Werk von Joseph Haydn "Die Schöpfung" auswendig in deutscher Sprache. Das Symphonieorchester wird dirigiert von Prof. Josef Zilch, der seit Mitte der 70er Jahre dort ständig als Gastdirigent tätig war. Den 2009 entstandenen Mitschnitt einer Aufführung aus der berühmten Suntary Hall in Tokyo stellt der emeritierte Lehrstuhlinhaber an der Hochschule für Musik und Theater in München, Prof. h.c. an der staatlichen Universität Moskau, DJV-Kulturpreisträger und Inhaber des Franz-von-Kobell Preises des BJV vor ausgewähltem Publikum im Jagd- und Fischerei-Museum München vor. In einer beeindruckenden Festveranstaltung zum Thema "Verantwortung der Jagd für die Schöpfung" wird das Werk von Haydn zum Höhepunkt der Veranstaltung und von den Gästen mit lang anhaltendem Beifall gewürdigt.  

Dienstag, 06 November 2018 16:13

Waldschutz schafft Waisen

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Foto: WuH 20/2018

Waldschutz schafft Waisen

Wie kann der Muttertierschutz beim Rotwild auf Drückjagden umgesetzt werden? Die Wildbiologin Dr. Christine Miller sagt, dass die Rechtslage eigentlich kaum Verhandlungsspielraum lässt.

Sonntag, 04 November 2018 17:22

Jagdschloss Bebenhausen

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2018 11 04 Jagdschloss 1 
Foto: Verfasser

Die Wälder des Schönbuchs waren seit dem Mittelalter ein beliebtes Jagdrevier der württembergischen Herrscher. Ab 1342 wohnten die Grafen von Württemberg während ihrer Jagden oft im Kloster Bebenhausen. Während des Dreißigjährigen Krieges war das Wild in der Gegend um Bebenhausen fast vollständig ausgerottet. Erst im 18. Jahrhundert erlaubte der Bestand wieder ausgedehnte Jagden. Unter König Friedrich I. von Württemberg entwickelte sich Bebenhausen zum Mittelpunkt großer Hofjagden und das ehemalige Abtshaus wurde ab 1807 als Jagdschloss ausgebaut.

Sonntag, 21 Oktober 2018 15:27

Die Waldgams des Grafen

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177 Bild Gamsgei Sabine 10 2018
Foto: Verfasser

Gamswild kommt nicht nur auf alpinen Flächen vor. Genauso gut kann Gamswild das ganze Jahr über im Wald leben, schreibt die Wildbiologin Christine Miller in ihrem bekannten Gamsbuch: Hauptsache, dass dort auch steiles felsiges Gelände und Hangeinschnitte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können die Tiere immer nach den besten mikroklimatischen Bedingungen suchen und kleinräumige Einstandswechsel vollziehen. In solchen Habitaten gedeihen die Gams besonders gut, sind doch die jahreszeitigen Bedingungen und das Nahrungsangebot weit weniger schwankend als in den alpinen Lebensräumen. Unweit von Stainz in der Weststeiermark, im Schilcherland werden die Gams  seit 1950 nach Abschussplan nachhaltig bejagt und sind eine Bereicherung für die Reviere. In dem Revier der Forstverwaltung Franz Meran am Reinischkogel treten immer wieder große Felsquader aus dem für die Gegend typischen Stainzer Plattengneis zutage, welche mächtig aus den steilen Hängen herausragen. Erklimmt man diese Felsblöcke, bietet sich einem ein herrlicher Blick in das Grazer Becken und bei schönem Wetter bis zur Riegersburg. Der Waldgams, oder besser Schluchtwaldgams, nutzt genau diese Felsköpfe als Ruhe- und Aussichtsplätze. Hier findet das Gamswild Ruhe, Äsung und Einstand, also optimale Bedingungen, und genau aus diesem Grund hat sich hier ein gesunder und stabiler Gamsbestand entwickelt. Im angrenzenden Wirtschaftswald wurden im Laufe der Zeit gut verteilt Wildwiesen und Wildäcker angelegt, welche vom Gamswild sehr gut angenommen werden. Durch diese Äsungsverbesserungen hält sich auch der Verbissdruck auf die Naturverjüngung von Ahorn, Esche, Ulme, Fichte und Tanne in Grenzen.

 

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