Sabine Linder

Dienstag, 10 September 2019 15:37

Getriebene Enten in Südböhmen

220 Bild Entenjagd Krutenice
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Eine Jagd in Südböhmen auf getriebene Wildenten steht in langer, Jahrhunderte alter Tradition des dortigen Landlebens. Natürlich sind große Strecken nicht ohne Besatz möglich, Wildentenfarmen garantieren den Jagdveranstaltern jeweils einen Bestand von mehr als 10.000 Enten. Bei einer Jägerschaft von etwa 20 bis 30 Teilnehmern ist von einer Mindeststrecke von 500 Enten auszugehen. Die hier geschilderte Jagd liegt im westlichen Teil der Tschechischen Republik bei Horažd'ovice in der Nähe des Dorfes Nalzovske Hory, einer ehemaligen Silbermine aus dem 17. Jahrhundert. Das nahegelegene Schloß Ellischau des Grafen Eduard Franz Joseph von Taaffe, der den jungen Erzherzog Franz gut kannte, ist vor dem zweiten Weltkrieg wegen Überschuldung an den Prager Bankier František von Müller verkauft worden. Dessen Erben haben die Ländereien einzeln an die hiesige Bauernschaft veräußert, auch der Reiterhof Krutěnice, in dem die Jagdgäste logieren, leitet seine Herkunft als eines der damaligen Landgüter von dieser Entwicklung ab. Schauen Sie sich die Fotogalerie von PROLOV unter "news" auf dieser Website an.

 

Sonntag, 01 September 2019 15:33

Jagdrevier Singsdorf-Gulling/Stift Admont

FG Singsdorf Gulling Flick Stiftung
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Das Forstgut Singsdorf-Gulling ist eines der ehemaligen 3 zusammenhängenden Reviere der Flick'schen Privatstiftung, das im Rahmen des Universitätskurses Jagdrevier der BOKU Wien von etwa 20 Teilnehmern besucht werden durfte. Es liegt in der Nähe von Rottenmann in der Steiermark, einer über 1000 Jahre alten Marktgemeinde. Der Name stammt von der ehemals rot farbenen Moorlandschaft. Das Revier umfasst in erster Linie Rotwild, Rehwild und Gamswild. Die Raufußhuhnarten sind ebenfalls zahlreich vertreten. Seine Größe beträgt ca. 4.300 ha von ehemals über 13.000 ha und liegt auf 900 bis 2400 Seehöhe. Die Stiftung wird z. Z. ergänzt durch eine Gebirgs-Garnelen-Zucht. Die dafür erforderliche Wärme wird gewonnen im Rahmen eines ohnehin bestehenden zentralen Heizkraftwerkes (Pellets) für die Gebäude des Fortsgutes.

 

Freitag, 30 August 2019 14:26

Chorherrnstift St. Florian

Foto St. Florian 
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Das Augustiner Chorherrenstift St. Florian war die 2. Lehreinheit des Universitätskurses Jagdrevier, das die Akademischen Jagdwirte im Rahmen ihrer Weiterbildung besuchten. Neben dem Jagdschloß Hohenbrunn stand der Besuch des Reviers im Programm. Über 1.400 ha werden vom Probst verwaltet, das Stift hat allerdings nur einen geringen verstreuten Teil zu Eigentum. Das Revier liegt um St. Florian herum in einer sanft hügeligen Landschaft, vorwiegend wird auf Rehwild gejagt. Die Jäger sind in einer Genossenschaft zusammengeschlossen, die nur aus Einheimischen besteht. Ein strenges Regelwerk wacht darüber, dass den nachhaltigen Zielsetzungen der Jagdausübung Rechnung getragen wird. Die Veranstaltung hatte durch die unmittelbare Durchführung im Kloster, in dem die Teilnehmer auch untergebracht waren, ihren besonderen Reiz. Dazu trug auch die Führung durch das Stift, die Basilika (Bruckner-Orgel) und die Gruft ganz entscheidend bei. Eine gelungene Kombination von Jagd-Kultur und Jagdpraxis, die Ihresgleichen sucht.

Montag, 15 Juli 2019 17:32

Nenzinger Himmel

202 Bild Nenzinger Himmel
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Die 3. Lehreinheit des Universitätskurses Jagdrevier 2019 der Universität für Bodenkultur Wien führte in das Gamperdonatal zum "Nenzinger Himmel", am Rande des Rätikon's. Schauen Sie sich die beigefügte Bildreise, die Publikation von Herrn Siegbert Terzer und den Ausschnitt aus seinem Vortrag auf der diesjährigen 25. Österreichischen Jäger-Tagung in Aigen an (weiterlesen, Anhänge herunterladen, öffnen).

Freitag, 05 Juli 2019 10:08

Jagd und Tierschutz

201 Bild Tierschutz
Foto: Verfasser Quelle: BJV

Der Bayerische Jagdverband veranstaltete am 3. Juli 2019 ein 2. Symposium zum Thema Jagd und Tierschutz. Referenten wie Prof. Sven Herzog, Prof. Rudolf Winkelmayer, Prof. Walter Arnold sowie Univ. Doz. Dr. Armin Deutz gaben der Tagung ein hochkarätiges Know How und unterlegten ihre Aussagen mit Beispielen aus ihrer Tätigkeit.. Prof. Jürgen Vocke, Präsident des BJV, begrüßte den Schirmherr Thorsten Glauber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz. Dessen überzeugenden Bekenntnisse zur Jagd nahmen die Teilnehmer gerne auf. Für die Praxis bedeutsam waren die Ausführungen des Leiters Techn. Service RUAC Ammotec GmbH über die Verwendung von bleifreier Munition, Gerhard Gruber. Die rechtlichen Handlungspflichten des Jagdausübungsberechtigten bei schwerverletzten wildlebenden Tieren zeigte Rechtsanwalt Steffen Guber auf. Der Fachausschuss des BJV für Wildkrankheiten und Tierschutz wurde vertreten durch Dr. Armin Gangl, der zusammen mit seiner Frau Dr. Claudia Gangl die Moderation sowie Konzeption und Gestaltung dieser bemerkenswerten Tagug übernahm.

Mittwoch, 26 Juni 2019 11:10

Das Karlhaus

Karlhaus 
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Das Karlhaus in Hüttschlag, Salzburgerland in der Nähe von Großarl, existiert seit über 100 Jahren. Es wurde erbaut von Carl Emil Prinz zu Fürstenberg aus Donaueschingen Ende des 19. Jahrhunderts. Damals kam es in Mode, sich eine Bergjagd zuzulegen, jedenfalls in den erlauchten Kreisen. Um 1910 gab es allerdings noch nicht so viel Rotwild wie heute, das war zunächst Hege-Aufgabe der Berufsjäger, die in der k.k. Monarchie diesen harten Beruf mit vollem Stolz ausfüllten. In der Zeit vor der nationalsozialistischen Machtübernahme kaufte Dr. Ludwig Draxler, der damalige Finanzminister von Österreich, den Besitz, der mittlerweile durch mehrere Hände gegangen war. Noch heute ist die Jagd im Eigentum der Gutsverwaltung Draxler, sie hat eine Größe von ca. 8.000 ha inclusive der Pachtflächen der ÖBF und der Gemeinde.

Montag, 13 Mai 2019 15:43

Wildökologisches Forum Salzburg

WFA 2019 Salzburg
Foto: WÖFA Salzburg

Die Plattform "Wildökologisches Forum Alpenraum" veranstaltete eine Tagung zum Thema "Wildruhegebiete - Wozu? Wie? Wo? Wann? Wer?" am 16. Mai im Hotel Heffterhof, Salzburg. Am Vorabend der ganztägigen Veranstaltung sprach Prof. Dr. Klaus Hackländer unter dem Motto "Der Wolf im Alpenraum - Herausforderungen, Konflikte, Lösungen". Ein Resümee aus der sich anschl. Diskussion zog Prof. Dr. Friedrich Reimoser, im Anschluss daran erwartete die Teilnehmer "Wildes aus dem Alpenraum". Sehen Sie hierzu die Berichterstattung im ORF sowie ein Interview mit Prof. Hackländer (6. Beitrag):

https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14013719


Unter Moderation von Dr. Nikolaus Lienbacher von der Landwirtschaftskammer Salzburg befassten sich die Teilnehmer am zweiten Tag mit Fragen zu Wildruhegebieten, Erlebnisraum Berge und Wildtiere, Wildschutzgebieten nach dem Schweizer Modell. Es schloß sich am Nachmittag eine Podiumsdiskussion unter anderem mit Dr. Veronika Grünschachner-Berger und Dr. Johannes Schima vom BMNT an, die mit einem wildökologischen Fazit von Prof. Dr. Reimoser endete. 

Freitag, 03 Mai 2019 12:44

Wie viel Jagd darf sein?

Gruppenfoto Anblick Jagdrechtstagung 2
Foto: Verfasser

Bei der mittlerweile schon zweiten Austragung der Alpenländischen Jagdrechtstagung ging es nicht zuletzt um eine Frage: Ist es zulässig und angebracht, dass Forderungen um eine Wildstandsreduktion die Kriterien einer nachhaltigen Jagd und die Grundsätze der Weidgerechtigkeit aushebeln? So fragt das Jagdmagazin DER ANBLICK in seiner neuesten Ausgabe 05/2019 auf S. 48/49 und stellt fest: Die Diskussionen wie eben jene um die afrikanische Schweinepest suggerieren dem Jäger, Grundsätze der Weidgerechtigkeit außer Acht lassen zu können. Die Teilnehmer der 2. Alpenländischen Jagdrechtstagung waren sich deshalb einig: Wildökologische Forschungsergebnisse bedürfen bei der Jagdgesetzgebung stärkerer Berücksichtigung. Empfehlungen an die Jagdgesetzgeber des deutschsprachigen Alpenraums, die der Beirat der Alpenländischen Jagdrechtstagung, dem u.a. Prof. Klaus Hackländer und Prof. Roland Norer angehören, verfasst hat, werden demnächst u. a. in DER ANBLICK veröffentlicht.

 

Bildergebnis für Schloss Fasanerie
Foto: Adolphseck Schloss Fasanerie/www.oldthing

Das Forum Lebendige Jagdkultur e. V. tagte vom 26. bis 28. April 2019 im Franziskaner-Kloster in Fulda auf dem Frauenberg. Seit 1623 leben die Ordensbrüder in dem ehemaligen Benediktiner-Priorat, in dem sie eigentlich nur so lange bleiben wollten, bis sich etwas Besseres findet. Neben einem Empfang im Residenzschloss durch den Bürgermeister erwartete die Teilnehmer ein geführter Stadtrundgang durch das Fuldaer Barockviertel. Höhepunkt der Veranstaltung dürfte ein Besuch des Schlosses Fasanerie (auch Schloss Adolphseck genannt) vor den Toren Fuldas gewesen sein, das als eines der schönsten Barockschlösser Hessens gepriesen wird (https://www.youtube.com/watch?v=k0BtxYSRnWQ). Schauen Sie sich auch das Video von Markus Drelichkowski aus dem Jahr 2016 über die Außenanlage des Schlosses Fasanerie Eichenzell im Winter an https://www.youtube.com/watch?v=DZCiK-Y59bw Ein historisches Jagdkonzert der Salzburger Hof- und Jagdmusik, ebenso mit französischen Parforce-Hörnern der rallye trompes de baumburg umgab den kulturellen Rahmen der Tagung. Die Jagd der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda im 18. Jahrhundert war Thema des Einführungsvortrages dieser mittlerweile 27. Veranstaltung des Vereins. Lesen Sie auch den Beitrag über die Passauer Fürstbischöfe unter News auf dieser Website. Interessieren wird Sie auch die rechtstheoretische Betrachtung von Dr. Wolfgang Lipps über Jagdrecht und Tierrechte, beigefügt im Anhang (weiterlesen, Anhänge herunterladen, öffnen).

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