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Die Jagd ist heute unpopulärer denn je. Das liegt sicherlich nicht nur an der Jagd sondern an der Jägerschaft. Sicher gibt es hier auch medienwirksam dargestellte Beispiele, die das Image des Jägers ins Zwielicht stellen sollen. Denn die grundsätzliche Einstellung zur Natur und damit auch zur Jagd hat sich geändert. Ohne im Einzelnen auf Unterschiede zwischen der ländlichen und urbanen Bevölkerung einzugehen, hat die Jagd gesellschaftspolitisch an Ansehen verloren, weil es sich hierbei um das Privileg Weniger, in Österreich 1,5 % der Bevölkerung handelt, Wild erlegen zu dürfen und damit einer Hinterlassenschaft unserer Vorfahren zu frönen, die seinerzeit selbstverständlich und unwidersprochen war. Auch wenn der damalige Jäger – schon im Mittelalter – nicht mehr aus Gründen der Nahrungssuche unterwegs war. „Höfische Lust und Selbstherrlichkeit“ sind Relikte, die auch heute noch als Stachel im Fleisch des aufge-klärten Homo sapiens wirken, zumal sich dieser in seiner vermeintlichen Hinwendung zur Natur immer mehr auf theoretisches, teilweise auch ideologisches Abseits verirrt.

Donnerstag, 05 Mai 2016 11:40

Jagdethik: Eine Frage des Alters?

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Nicht von ungefähr hat der Verfasser diese Frage zum Thema seiner Abschlussarbeit im Rahmen des Universitätslehrgangs „Akademischer Jagdwirt“ an der Universität für Bodenkultur Wien gemacht: Seine Hypothese: Im Alter lässt die „Lust am Jagen“ nach. Woran könnte das liegen? Antwort lieferten eine Meinungsumfrage sowie Interviews mit bestimmten Gruppierungen von Jägern. Jagdethik ist danach weniger eine Frage des Alters, sondern eher eine Frage der Kultur und Bildung, aber: Auch Jüngere Jäger sind sich der Notwendigkeit ethischer Verhaltensweisen bewusst, umso stärker, als sie von der Gesellschaft nach dem „Warum wir jagen“ gefragt werden.

Der Steinzeitjäger in uns: In der derzeitigen Arbeitswelt versprechen Ellbogenmentalität und Einzelkämpfertum den größten Erfolg. Kollegiale Zusammenarbeit scheint vollkommen aus der Zeit gefallen, dabei hat sie eins dazu geführt, dass wir zu dem wurden, was wir sind. Diese einführenden Worte des scheidenden Präsidenten Dieter Stahmann beschreiben das Erbe der Ahnen: Der heutige Mensch ist, wie alle anderen Lebewesen auch, ein Ergebnis der Evolution.

Donnerstag, 04 Februar 2016 12:01

Jagdethos: Eine Frage des Alters?

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Nicht von ungefähr hat der Verfasser diese Frage zum Thema seiner Abschlussarbeit im Rahmen des Universitätslehrgangs „Akademischer Jagdwirt“ an der Universität für Bodenkultur Wien gemacht: Seine Hypothese: Im Alter lässt die „Lust am Jagen“ nach. Woran könnte das liegen? Antwort lieferten eine Meinungsumfrage sowie Interviews mit bestimmten Gruppierungen von Jägern. Jagdethik ist danach weniger eine Frage des Alters, sondern eher eine Frage der Kultur und Bildung, aber: Auch Jüngere Jäger sind sich der Notwendigkeit ethischer Verhaltensweisen bewusst, umso stärker, als sie von der Gesellschaft nach dem „Warum wir jagen“ gefragt werden.

Der Zukunftsjäger 2030 will die „Erhöhung der Erlebnisdichte pro Zeiteinheit“. Bedeutet dies Jagd vom Kfz aus, Nachtzielgeräte/Scheinwerfer?

Unter wissenschaftlicher Beteiligung gingen die Teilnehmer der Tagung dem Phänomen nach, dass heutzutage sich niemand mehr ausreichend Zeit für die Jagd nimmt. 

Mittwoch, 16 September 2015 09:18

Sind Schüsse im 300-m- Bereich jagdethisch vertretbar?

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Universitätslehrgang Jagdwirt/in VII 
1. Lernwochenende: Von der Theorie zur Praxis

300m-Weitschüsse sind im Bereich der Gebirgsjagd keine Seltenheit. Die Fortschritte der Technik machen es möglich, fordern den Jäger aber auch heraus, seine Schießleistungen immer wieder gewissenhaft zu überprüfen. Dass die praktische Erfahrung älterer Jäger hierbei immer noch eine Rolle spielt, wenn es darum geht: „Bergauf bergrunter halt immer drunter“, lässt sich anhand der geschilderten Umstände nachvollziehen.

Die Qualität des Lebensraums stellt in unserer heutigen Kulturlandschaft erhöhte Anforderungen an uns Jäger, wollen wir einen angemessenen Schalenwildbestand – insbesondere Rotwild – auch in Zukunft vorfinden. Dass dabei immer kleiner werdende Reviergrößen eher hinderlich sind, diesem Anspruch gerecht zu werden, hat das Ergebnis der Diskussionen der oben genannten Fachtagung gezeigt …

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