Foto: Markus Zeiler
Markus Zeiler berichtet in der Aprilausgabe 2026 der Zeitschrift "Der Anblick" auf S. 40 von dem "pfiffigen Samenfresser". Ziesel sind verwandt mit dem Eichhörnchen, nicht wie man früher annahm mit den Wühlmäusen. Sie ernähren sich von Pflanzen und Samen und gehören beispielsweise im Pannonischen Becken zu den Urbewohnern seit dem Rückgang der Eiszeit. Bei Gefahr stoßen sie ähnlich wie das Murmel einen Warnpfiff aus. Oft gelingt es allerdings dem Sakerfalken, der seine Beute auf dem Boden schlägt, ein Ziesel zu erbeuten. Neben dem Balkan und der Türkei findet das Ziesel sein Hauptverbreitungsgebiet in Österreich. Zahlreicher als im Waldviertel bei Wien hat es bis heute seinen Lebensmittelpunkt in der Steppenlandschaft bzw. dem Trockenrasen des mittleren Burgenlandes. Es steckt in selbstgegrabenen Erdbauten, in die es sich bei Gefahr zurückzieht. Es stellt sich bei Gefahr auf die Hinterläufe, um besseren Überblick zu gewinnen. Sein lateinischer Gattungsname Spermophilus Citellus deutet auf die Nahrungsaufnahme von Samenfrüchten hin. Das Ziesel steht als "stark gefährdet" auf der "Roten Liste" der IUCN.

