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Foto: Bayerischer Jagdverband

Die Jagd in der digitalen Welt war Gegenstand eines Podiumsgesprächs auf Initiative des Bayerischen Jagdverbandes. Im Jagd- und Fischereimuseum München diskutierten am 17. März 2026 BJV-Präsident Ernst Weidenbusch mit Akademischer Jagdwirtin Christine Fischer (hirschundco.com), Felix Kuwert (jagdmomente.de),  Gerold Reimann (hunter-brothers.com), Akademischer Jagdwirtin Simone Lechner, Rudi Brandl (Bayerischer Förster) unter Moderation von Dr. Martina Hudler (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf). Dabei wurde deutlich, welche Gefahren und Risiken bestehen, wenn die Jagd in den sozialen Medien dargestellt wird. Soziale Medien dienen auch kommerziellen Interessen, wie etwa Betreibern einer Jagdschule. Sollten bei der Wiedergabe von Bildern oder Videos jagdliche Vorgänge, wie auch das Töten von Wildtieren gezeigt werden, ist äußerste Vorsicht geboten. Ob soziale Medien dabei auch positiv wirken, etwa Vorbilder für eine verantwortungsvolle Jagd zeigen, bleibt umstritten. Wer jagdliche Inhalte veröffentlicht, ist der eigentlich Verantwortliche. Oft wird dabei auch das öffentliche Ansehen der Jägerschaft gefährdet. Streitigkeiten in sozialen Medien kann die Jagd verunglimpfen. Aus ethischer Sicht ist nicht alles, was in der Jagd passiert, im Internet zu veröffentlichen. Auch übertriebene Erlegerfotos schaden dem Ansehen der Jägerschaft. Auf keinen Fall ist die Jagd auf den bloßen Moment der Erlegung zu reduzieren, Sensationslust, die in derartigen Szenen gipfeln, widersprechen dem ethischen Selbstverständnis der Jagd. Festzuhalten bleibt jedenfalls, dass für die Jagd und die Jägerschaft soziale Medien Chancen aber auch Risiken bedeuten, denen Grenzen gesetzt sind.