2025 Saint Hubert

Foto: Klaus Simon

"Wild ist im Winter die Leibspeise aller Menschen in den Ardennen", überschreibt Klaus Simon seinen Artikel "Die wundersame Wandlung des Heiligen Hubertus" in der FAZ vom 24. Dezember 2025 auf S. Reiseblatt 5. Es ist allerdings ein Jahr ohne Rebhühner, es sind selbstverständlich die in der freien Wildbahn gemeint. Neben parierten Rehrücken und pfannenfertigen Wildschweinsteaks reihen sich Hirschterrinen mit Foie gras, Wildententerrinen mit Pfifferlingen, Hasenterrinen mit Haselnüssen aneinander. Ein halbes Duzend Verkäuferinnen bedient Kunden aus dem nahen Luxemburg, Flandern, die Wildmetzgerei "de père en fils" in der dritten Generation in dem Ardennen-Örtchen Wellin verlassen sie mit prall gefüllten Einkaufstaschen. Mit Beginn der Jagdsaison Anfang Oktober darf im waldreichen Süden Belgiens in keiner Restaurantküche Wild fehlen. Benjamin Lefebvre von der von seinem Großvater 1952 gegründeten Metzgerei beliefert einige der besten Tische in den Ardennen. Die Tageszeitung "Le Soir" gibt ein Plädoyer ab für eine moderne Wildküche, ohne aber den verpönten Wildgeschmack oder gar allzu herben Hutgoût oder butterschmalzlastige Saucen. Stattdessen zaubern die Köche subtile Geschmacksbilder in leichter Garung z. B. von Rehrücken oder -filet auf den Teller.