
Foto: C. Richter
Botschafterin der französischen Jagd nennt Charles Richter die Parforcejagd mit Hunden in der November-Ausgabe 2025 von "Der Anblick" auf S. 92 ff. "Sie ist ein großartiges Schaufenster der französischen Jagd, deren Ethik im Mittelpunkt einer sehr starken Identität steht". Viele Franzosen, vor allem junge Frauen begeistern sich für diese Jagd zu Pferde. Von ihren Kritikern wie keine andere Jagdpraxis angegriffen behauptet sie sich zunehmend mit 70.000 regelmäßigen Teilnehmern, 7.000 Pferden und 30.000 Hunden. Unter Einhaltung eines Ehrenkodex, der aus Zeiten des Mittelalters stammt, jagt man auf hohem ästhetischen Niveau ohne Kunstgriffe, lediglich mit Hund, Pferd und Horn. Anders als bei uns spielt die Trophäe, wie etwa bei der Hirschjagd, keine Rolle. Wie vor hundert Jahren überreicht der Maître d'équipage dem Jagdherrn den rechten Vorderfuß "le pied" als Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Der Hundemeute gebührt das Courée, also der Aufbruch, der in Sekundenschnelle unter Hörnerklang verschlungen ist.

