2026 BekassineFoto: Willi Rolfes: Bei drohender Gefahr fächert die Bekassine ihren Stoß auf. So wirkt sie größer und signalisiert Abwehrbereitschaft.

Willi Rolfes berichtet in der Mai-Juli Ausgabe von "Halali, Jagd, Natur und Lebensart" 2026 auf S. 122 ff. von der Bekassine als einem Spiegelbild der Landschaftsentwicklung. Am Rande von Mooren, in Feuchtwiesen, verborgen im dichten Ried verrät sich der Vogel, wenn man sich ihm nähert, durch sein im Zickzackflug plötzliches Aufschwirren. Der Name "Himmelsziege" oder auch das "Meckern" ist auf den Balzlaut zurückzuführen, der in den Morgen- oder Abendstunden zu hören ist. Dabei läßt das Männchen von seiner geringen Flughöhe aus beim Einfallen die äußeren Steuerfedern vibrieren, die den Ton unter zudem abgespreizten Flügeln erzeugen. In Deutschland ist der Bestand auf etwa 4000 bis 7000 Brutpaare zurückgegangen, das entspricht einer Halbierung des früher so häufigen Vogels in nur 20 Jahren. Grund dafür ist der schwindende Lebensraum, der beispielsweise durch die Entwässerung der ehemaligen Feuchtgebiete und Moore verloren gegangen ist. Wiesenvogelschutzprogramme wie rund um den Dümmer in Niedersachsen erfordern eine andere Art der Landwirtschaft. Aufwendige Pflegemaßnahmen und eine abgestimmte Wiesenmähung und auch eine sorgfältige Beweidung könnten den Bestand wieder aufbauen.