
Foto: Tübingen, Neckarufer, Hochschulregion Tübingen-Hohenheim
Andreas Cevatli berichtet in der Samstags-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 9. Mai 2026 auf S. 27 von der steigenden Zahl der Jagdscheininhaber. Seit Anfang des Jahres zählte der Deutsche Jagdverband (DJV) einen "Jager-Rekord". Während es 2015 noch 385.000 waren, sind es 10 Jahre später mehr als 467.000. Gleichzeitig ist die Zahl der Jagdprüflinge von 13.558 (2014) auf 21.104 (2024) gestiegen, eine Wachstumsrate von mehr als 55 Prozent. Thorsten Beimgraben, Professor für Wildökologie und Jagdwirtschaft an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (Hochschulregion Tübingen-Hohenheim), begründet diese Entwicklung mit dem Gemeinschaftsgefühl in der Jägerschaft, das viele junge Leute anziehe. Wild als Nahrungsquelle zu begreifen, werde immer wichtiger. Voraussetzung für die Jagd bleibe, dass man sie sich leisten könne. So koste ein Jagdschein laut DJV im Jahr 2022 im Durchschnitt 2.200 €. Die Durchfallquote im "grünen Abitur", die zur Wiederholung führe, liege bei 25 Prozent. Auch private Jagdschulen trieben den Preis. Sie böten in kurzen Lehrzeiten Intensivkurse an, die in 2 Wochen zur Prüfung führten. Klassische Jagdkurse auf Kreisebene dauerten Monate, ergäben aber tieferes Verständnis bei geringeren Kosten.

