2026 Wolf WebsiteFoto: ABPhotography/Stock.adobe.com 

Univ. Prof. Dr. Klaus Hackländer fordert in der Juni-Ausgabe 2026 von Jagd in Bayern auf S. 14 f. ein tragfähiges Wolfsmanagement und Monitoring. Ein zentrales Spannungsfeld ergebe sich aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung des Wolfes. Für die Einen gelte er als Symbol für eine intakte Natur, Andere erlebten ihn als Bedrohung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Existenz. Vor diesem Hintergrund sei ein angepasstes und differenziertes Management erforderlich, das ökologische sowie wirtschaft- und gesellschaftliche Aspekte berücksichtige. Beispielsweise könnten Herdenschutz-Maßnahmen wie Zäune und Hunde nicht überall technisch und wirtschaftlich umgesetzt werden. Nur auf Basis verläßlicher Daten zu Beständen, Wanderungen und Schadensereignissen könnten sachgerechte Entscheidungen getroffen werden. Durch Herabsetzung des Schutzstatus und die Aufnahme ins Bundes-Jagdrecht müssten nun die Landesgesetze angepasst werden: Für Bayern bedeute das künftig Schusszeiten und Jagdquoten, den günstigen Erhaltungszustand jeweils unterstellt. Die Rückkehr des Wolfes sei wohl eine langfristige Realität, Grundlagen für ein mögliches Zusammenleben von Mensch und Wolf seien Prävention, Anpassung und Dialog.