Foto: alpenländische-jagdrechtstagung.org

Wieviel Jagd darf sein? Rechtliche Grenzen der Bejagung

Unter der Leitung von RA DDr. Kathrin Bayer und MLaw Klemens Jansen, B. A. HSG, fand vom 3. bis 5. April 2019 im Literaturhaus in der Landeshauptstadt München schon die zweite Alpenländische Jagdrechtstagung nach der erfolgreichen Eröffnung dieser Reihe in 2017 in Vorarlberg statt. Die einzelnen Themen dieser Jagdrechts-Tagung waren u. a.: Zunächst die tierschutzgerechte Rotwildreduktion, dann das Wolfsmanagement, schließlich die Bejagung von Wolfshybriden. Weitere Themen waren die aktuelle Problematik des Schwarzwildes sowie die Frage, welche Schussdistanz noch weidgerecht ist? Es wurde ein Preis für eine Masterarbeit "Der Jagdgesetzgeber - Ein Biologe?" verliehen. Empfehlungen an den Jagdgesetzgeber des Alpenraumes, die der Beirat der Alpenländischen Jagdrechtstagung gefasst hat, werden demnnächst in einer Ausgabe der Jagdzeitschrift DER ANBLICK publiziert (ebenso ein kurzer Artikel des Verfassers über die Tagung in der Mai-Ausgabe).

Bildergebnis für waldschnepfe
Foto: Vogel&Natur

Die Frühjahrsschnepfen-Jagd gibt es noch in Niederösterreich. Wenn im zeitigen Frühjahr der Tauber hinter dem Haus ruft, hängt sich der Niederwildjäger das zarte Laufpaar der Doppelläufigen im Kal. 28 mit den zierlichen Hülsen über die Schulter, ohne "ausgeprägten Drang zum Beutemachen". Da wird der Schnepfenstrich nicht nur Jagd, sondern gesellschaftliches Ereignis, das mit einem Glas Welschriesling seinen Ausklang findet. Wenn sich die Äcker mit Kiebitzen sammeln, sind auch die Schnepfen schon unterwegs. Hier am Rand des Leithagebirges werden die flinken Flieger mit den 2,5-millimetrigen gejagt, fallen wie ein Stein zu Boden, um sich sofort im Gebüsch einzuschliefen. Wer dann keinen fermen Hund führt, wird lange brauchen, bis er den Langschnabeligen in Händen hält. Ein kurzes Hineinducken in den Bestand, und schon steht das Langhaar freudig wedelnd vor dem Schützen, der den Gefiederten in die Hand gleiten lässt.

Bildergebnis für château de marolles

Das Château de Marolles war als Chasse Présentielle  Rückzugsort für die französischen Staatsoberhäupter. Hier gingen Pompidou und Giscard d´Estaing auf die Jagd von getriebenen Fasanen. Das traditionsreiche Jagdschloss liegt in der südlichen Touraine, in der Nähe von Amboise. Das im 7. Jahrhundert auf romanischen Grund errichtete Château erwarb nach wechselvoller Geschichte der Pariser Fernand Raoul-Duval 1863, legte große Flächen trocken und schuf so die Grundlage für ein stattliches landwirtschaftliches Anwesen. Innovative Techniken wie Windräder, die die Wasserversorgung garantierten, ließen eine Fasanenzucht entstehen, die die Jagd auf getriebene Vögel revolutionierte. Tausende Vögel lebten auf ebenen Flächen mit südlicher Ausrichtung, um auch im Winter einen Schutz zu haben. Faisanderies kamen bei der europäischen Aristokratie in Mode, nicht nur in England, sondern auch in Frankreich, später auch in Deutschland. Fasanengärten dienten als Zeichen der Macht und des Wohlstandes. Auf Marolles wurde ein Dach der Cour Eiffel errichtet, um die Strecke im Schlosshof im Trockenen legen zu können. Niemand anderes war der Erbauer als der berühmte Erfinder des Pariser Stahlskelettbaus. Legendäre Jagdgesellschaften mit Gästen aus dem Élysée-Palast pflegten die Jagd auf die Vögel, "die wie eine Woge hoch oben über den Bäumen hervorbrachen und den Himmel über den Jägern unten im Tal verdunkelten".

Bild 190 Schloss Gumpenstein 
Foto: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Die 25. Österreichische Jägertagung in der Puttererseehalle in Aigen/Ennstal vom 11./12. März 2019 stand unter dem Motto: "Rotwildjagd im Umbruch: Neue Einflüsse und Wechselwirkungen."

Insbesondere die Frage nach der Wildfütterung im Winter hat vor dem Hintergrund des vielen Schnees in den vergangenen Monaten für eine hoch-emotionale Diskussion unter den Jägern geführt. Angefangen von Beiträgen wie "Hausgemachtes Problem" über "Tierleid in der Notzeit reduzieren", "Wild nicht im Schutzwald füttern" bis hin zu "Füttern, aber richtig" gingen die Meinungen auseinander. Weitere Themen wie die Auswirkung grosser Beutegreifer (Wolf) auf die Rotwildpopulation sorgten für eine spannende Tagung, die nicht nur wegen ihres Jubiläums in Erinnerung bleibt. Sie fand erstmalig im Jahre 1995 im Seminarraum von Schloss Gumpenstein statt. Nur 23 Jäger nahmen damals teil während der eintägigen Gespräche, der Schwerpunkt lag auf der praktischen Beurteilung von Wildheu, dessen Proben bewertet wurden. Fritz Völk und Karl Buchgraber führten damals durch die Veranstaltung. Die neue Mannschaft, die nach den 25 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit nunmehr antritt, übernimmt ein grosses Erbe; die Jäger dürfen gespannt sein, welche neuen Ideen zum Ansatz kommen.

Wenn die Jagdsaison zu Ende ist, tanzen die Wildschweine sogar um den Hochstand herum.
Foto: Getty - Wenn die Jagdsaison zu Ende ist, tanzen die Wildschweine sogar um den Hochstand herum 

Und von oben schaut der Bussard zu ...

Romantisch, sachlich, verächtlich: Es gibt viele Arten, auf die Jagd zu gehen - nicht alle dienen den Tieren. Ein Literatur- und Waldbericht von Wienke Hüster.  Der Beitrag zitiert  Pauline de Boks "Beute. Mein Jahr auf der Jagd:" erschienen bei C. H. Beck, München 2018. Gleichermaßen geht er auf den Film: "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" von Alice Agneskirchner, Broadview, 2018 (bei iTunes erhältlich) ein (siehe auch den Beitrag vom 10. Mai 2018 unter "news" auf dieser Website). Die Autorin unterscheidet zwischen den romantischen Jägern, den sachlichen und den verächtlichen. Letzteren geht es nur um das Töten und die Trophäen. Sie deklrieren Trophäen um, indem sie über das Alter des erlegten tieres lügen - es ist ihnen egal, ob ein Tier zu jung geschossen wurde, ob sie eine Bache von den Frischlingen oder eine Rehgeiß von ihrem Kitz weggeschossen haben. Das erfährt man - unter anderem - in dem klugen, bedächtigen und wundeschöne Naturaufnahmen enthaltenen Dokumentarfilm "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" Die verächtlichen Jäger kommen häufig mit ihrem Benehmen davon. Wenn so viele Tiere an einem Tag erlegt werden, dass das Streckelegen - also das Auslegen der toten Tiere zu ihre Ehrung und zur Kontrolle - nichtstattfindet, dann gibt es auch keine öffentliche Rüge für Tiere, die zu jung oder zu leicht oder zur falschen Zeit geschossen wurden.  Die verächtlichen Jäger sind Trophäenjäger, sie fliegen etwa nach Afrika und schießen dort seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten ...Selbst die verächtlichen Jäger, die sich unter die romantischen und sachlichen mischen können, werden eingeladen zu Gesellschaftsjagden. Sie kommen auch. Das nennen Jäger Selbstreinigung.

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Foto: Der steierische Jäger/Der Anblick


Lebensräume für Fasan und Rebhuhn

Die Steirische Landesjägerschaft hat eine Broschüre herausgebracht, in der die Fasan- und Rebhuhn-Verordnung ganz detailliert erklärt wird. Dem engagierten Niederwildjäger liegt hiermit ein Handbuch vor, mit dessen Hilfe er effektive und gesetzeskonforme Hegearbeit leisten kann. In der Umsetzung und bei der Erstellung haben DI Klaus Tiefnig, DI Josef Sommerhofer und BJM Ing. Mag. Wolfgang Neubauer großen Anteil. Die Broschüre „Fasan und Rebhuhn – Lebensraumbeurteilung und Auswilderungsbiotop“ kann kostenlos bei allen steirischen Bezirksjagdämtern bezogen werden.

Coverbild III letzte Fassung Buch
Foto: Autor

Buchvorstellung:

Driven Game Shoot

Britanniens lebendige Jagdkultur

Schon der Untertitel weist auf den Inhalt dieses Buches hin: Auf die heute noch Lebendige JagdkulturDriven Game Shoot“, der Jagd auf Getriebene Fasanen, wie sie seit mehreren Jahrhunderten in England betrieben wird. Speziell der Schuss auf getriebene Fasanen weckt die Begeisterung der Gentlemen, wenn sie zusammen mit weiteren Guns, also Schützen auf ihren verlosten Ständen, den Pegs die anstreichenden pfeilschnellen Vögel erwarten (GunsOnPegs).

Nur die hohen Fasanen, am liebsten über Kopf geschossen, sind nach den Regeln der sportlichen Fairness Ziel der Begeisterung. Niedrig fliegende oder gar seitlich streichende werden pardoniert. Zudem könnte der Schuss auf diese den nahen Nachbarschützen gefährden. Dass Sicherheit übrigens bei derartigen Shoot Days groß geschrieben wird, zeigt auch der sonstige Umgang mit der Waffe: Gun-slips, also Futterale schützen nicht nur die oft wertvollen Flinten, sie sind stets nach Ertönen des Signals der Beendigung des Treibens zu nutzen, d. h. die Waffen werden sogar dann mit der Mündung nach unten im Futteral über der Schulter getragen.

Meistens ist dafür dann ein Loader oder Instructor zu Diensten, der nicht nur die Cartridges, also die Patronen schnell in die geöffnet hingehaltene Flinte stopft und in großer Zahl bereithält, damit der Schütze seine ganze Aufmerksamkeit den Vögeln widmen kann. Er gibt auch Tipps, wie die Fasanen am besten zu treffen sind, korrigiert den Schwung und das Vorhaltemaß und hat schon manchen Schützen aufgefangen, wenn er sich nicht mehr in der Balance halten konnte. Was natürlich auch an den Breaks (Pausen) liegen kann, die zwar in erster Linie der Treiberwehr Zeit geben sollen, sich neu auszurichten, aber auch an den Drinks, die man während dem Sporting Game zwischendurch aus Silberbechern genießt.

Lassen Sie sich für ein Wochenende in dieser herrlich romantischen Landschaft, die William Turner in seinen Gemälden so treffend eingefangen hat und die als God´s Own Country bezeichnet wird, verwöhnen und genießen Sie die Geselligkeit mit Gleichgesinnten im Herzen von North Yorkshire, where a warm Welcome awaits You.

Sight II plus für Langwaffen, DocterFoto: Docter sight

Über Kimme und Korn bei Bewegungsjagden?

In aller Regel werden heutzutage bei Schwarzwild-jagden Rotpunktvisiere verwendet. Sie weisen keine Vergrößerung auf und sind für den schnellen Schuß auf sich bewegendes Wild vorgesehen. Das Ziel soll so schnell wie möglich erfasst werden. Namhafter Hersteller war schon vor Jahrzehnten das schwedische Unternehmen Aimpoint. Rotpunktvisiereinrichtungen können auch auf Schrot-Flinten montiert werden, nicht nur auf Jagdbüchsen. Bei hiesigen Bergjagden wie Gamsrieglern ist wegen der oftmals weiteren Entfernung von meist über 50 m eher ein variables Riegeljagd-Zielfernrohr mit großem Sehfeld zu verwenden. Lesen Sie den Beitrag von Christoph Tavernaro in der Ausgabe 12/2018 des Jagdmagazins Weidwerk auf S. 40 f.

Bilder

 

 

 

 

 

 

Rigby baut wieder die berühmten Rigby-Mauser-Bolt-Action-Gewehre, die vor dem Zweiten Weltkrieg in kolonialen Legenden wie Jim Corbett und WDM 'Karamojo' Bell glänzende Dienste leisteten. Zu den derzeit in London gebauten oder fertiggestellten Modellen für zuverlässige Bauteile, die von Mauser speziell für Rigby hergestellt wurden, gehören: "DER HIGHLAND STALKER" .275. Rigbys Re-Imagination der klassischen Rigby-Mauser-Gewehre, die Anfang des 20. Jahrhunderts wie gesagt berühmt wurden. In jüngster Zeit (2013) wurde Rigby von der Lüke-Gruppe übernommen, zu der u. a. die Jagdwaffenhersteller Blaser, Sauer und Mauser gehören. Seitdem ist Rigby unter der Führung  von Patricia Pugh und Marc Newton bestrebt, an die traditionsreiche Zusammenarbeit von Rigby und Mauser anzuknüpfen.

Bildergebnis für weitschuß martin grasberger
Foto: Ing. Martin Grasberger

Weit, weiter, am weitesten! Moderne Jagdwerkzeuge ermöglichen heute den Schuss auf mitunter extrem weite Distanzen. Wo ein weidgerechter Schuss in der Praxis seine Grenzen hat, wurde vom WEIDWERK in einem besonderen Test überprüft: "Was unserer Meinung nach jedenfalls zu berücksichtigen bleibt, ist die Einhaltung der Weidgerechtigkeit, die bei extremen Schussdistanzen bei Weitem nicht mehr gegeben ist. Auf der Jagd in der Natur – im Vergleich zur Schießbahn – haben wir keine Windfahnen auf Zwischendistanzen und auch keinen Windmesser, um die große Unbekannte, den „Wind“, einschätzen zu können. Auch die Windströmungsrichtung muss anhand der Bewegung der Vegetation entlang der Geschossflugbahn eruiert werden, was nochmals schwieriger wird, denn einen Probeschuss hat man bei der Jagd nicht. Im Revier haben wir zudem meist keine so ideale Schießauflage wie auf dem Schießstand, und die Schützenleistung wird durch den Jagdstress möglicherweise eingeschränkt. Daher bleibt ein Schuss bis etwa 300 m bei optimalen Bedingungen die wahrscheinlich maximale jagdliche Schießentfernung, die man als guter Schütze – ständiges Training vorausgesetzt – noch verantworten und als weidgerecht ansehen kann. Bewegt man sich in diesem Rahmen, helfen diese topmodernen Jagdwerkzeuge ungemein!"

Wildtier im Schnee
Foto: Paul Anizewski/shutterstock

Wildtiere auf Nahrungssuche im Schnee

Was bietet die Futterkrippe der Natur?

Es ist still geworden in Tirols Wäldern und Schluchten, der Winter hat die Berge und Täler fest im Griff und mittlerweile in ein mächtiges weißes Gewand gepackt. Der Wandel der Jahreszeiten ergibt allerdings nicht nur einen Farbenwechsel in unserer Landschaft, sondern damit einhergehend ändert sich auch für viele Wildarten die Nahrungsquantität und -qualität in ihren Lebensräumen. Was bieten ihnen Wald und Flur zu dieser Jahreszeit an natürlicher Äsung? Der Winter stellt die Wildtiere hier wohl vor eine der größten Herausforderungen. Gerade im Winterhalbjahr wird schnell ersichtlich, wer am Ende der Nahrungskette steht. Auch wenn bei unserem heutigen Wissensstand klar ist, dass es sich hier vielmehr um ein komplexes System mit etlichen Querverbindungen handelt und das Ganze bzgl. Nahrung, Konkurrenz und Räuber-Beute-Beziehung nicht ganz so einfach ist, wie es manchmal scheint. Fakt ist allerdings, dass es im Sommer- wie im Winterhalbjahr immer Arten gibt, die es zu bestimmten Zeiten einfacher und Arten, die es zu bestimmten Zeiten schwerer haben.

Wasseramsel TJV 2019 2 
Foto: Erik Mandre/Shutterstock(1)

Ein Gebirgsbach schlängelt sich durch die Natur und plätschert seelenruhig vor sich hin. Auf einmal taucht der kleine, amselähnliche Vogel mit der weißen Brust aus dem kalten Wasser auf – die Wasseramsel (Cinclus cinclus). Der Singvogel fasziniert durch seine perfekte Anpassung an das Leben entlang und in Gewässern. Da er stets auf Trab ist und während seiner Tauchgänge nur kurz auftaucht oder an Land ist, wird er oft gar nicht wirklich wahrgenommen. Während des Sommers kann man die Badelaune der Wasseramseln verstehen, im Winter jedoch stellt man sich schnell die Frage, was dieser kleine Vogel da eigentlich macht, wovon er sich ernährt und warum er nicht erfriert.

187 Bild Gun Dog Peg
Foto: GunsOnPegs

Welche Patronen für die Flugwildjagd?

Um es gleich vorweg zu sagen: Das artet meistens in eine Ideologie aus! Die Briten, wie im Bild, schonen ihre noblen "Side by Side"-Flinten und bevorzugen leichte Ladungen, am liebsten Nô. 7,5 (2,41 mm) mit 21 g Vorlage (höchstens 24 g), egal welches Kaliber (am besten Kal. 20). Die Deutschen lieben es eher deftiger: 28 g minimum, am besten Kaliber 12/76 mit 32 g (der Bayer würde sagen: Damit man hinlangen kann). Auch der Franzose bevorzugt die etwas schwerere Patrone: Unter Standard findet man 28 g Vorlage bei Kaliber 12. Man muß sich Mühe machen, überhaupt Anbieter für Kal. 20 zu finden; Kal. 28 oder gar .410 wird nur in einer Ausführung angeboten (FOB Nobelsports) http://www.cartouchesfob.fr/

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Foto: myheimat

Ist Wild das bessere Bio?

Wild wäre das beste Fleisch für bewußte Konsumenten. Die Tiere hatten ein Leben ohne Gefangenschaft und Transporte, zudem sind die Jäger über Quoten zum Schießen verpflichtet. Warum hat es also nie den Hype erlebt, den es um Bio gab? Drei Jäger, die sich Jeganer nennen, berichten von ihren Aufgaben und begründen dabei auch ihr Tun. Sie erläutern, warum sie nur noch selbst geschossenes Wild essen und auf sonstiges Fleisch verzichten.

 

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Foto: K. Volkmar

Ihre Wahl zählt: Steingeißen wählen in der Brunft die Böcke aus, die sie für die fittesten Väter halten. Eigentlich sind es immer die Weibchen, die das Sagen haben. Nur bei uns Menschen herrscht – zumindest unter den Männern – die Vorstellung, sie wären das dominierende Geschlecht ...Die Böcke versuchen in der Regel, so viele Geißen wie möglich zu beschlagen; damit ist ihr Beitrag zur Arterhaltung geleistet, eine weitere Pflege des Nachwuchses übernehmen sie nicht und diese scheint auch nicht notwendig zu sein. Die Geißen investieren viel in die Aufzucht ihrer Kitze, sie möchten deren Überlebenswahrscheinlichkeit möglichst groß halten. Die Individuen beider Geschlechter versuchen so, ihren Fortpflanzungserfolg zu maximieren, und so entstehen die ersten Konflikte sowohl zwischen den Böcken untereinander als auch zwischen den Böcken und den Geißen ...

186 Bild Schneehemd 
Foto: Hespeler

Der Fuchs ist ein Wild, das – will man ihn anständig erbeuten – mehr erfordert als Flinte und Patronen. Der Jäger muss sich in den Fuchs hineindenken, ja in ihn hineinfühlen können. Lesen Sie die Hinweise des Autors Bruno Hespeler, wie man erfolgreich auf den Fuchs im Schneehemd pirscht. Der Fuchs ist ein sehr neugieriger, aber im Alter auch überaus vorsichtiger Jäger. Am besten pirscht man ihn an, wenn er mit etwas beschäftigt ist, dann ist die Chance, an ihn heranzukommen, relativ hoch. Mit dem Schneehemd erreicht man ihn in der Nacht, wenn man auch den Wind beachtet, auf Schussnähe. Wie man das am besten anstellt, erzählt Hespeler mit erlebten Beispielen, die zum Schmunzeln Anlass geben, z. B. so: "Allerdings sind Schneehemden für Gewehr und Optik weder beim Jagdausrüster noch beim Billigimporteur von Kinderarbeit erhältlich. Der Jäger kann sich jedoch leicht selbst behelfen, indem er heiratet und diese Requisiten daheim in Auftrag gibt …"

 

 

 


Foto: Halali 04/2018

Wald und Wild - ein unschlagbares Team

Oft wird nur eindimensional beleuchtet, wie sich Verbiss und Schäle auf die Waldentwicklung und -bewirtschaftung auswirken, und selten, wie es sich umgekehrt verhält. Dr. Johanna Maria Arnold beschreibt das Phänomen so: Heute geht man mehr dazu über, auch verstärkt in diesem Bereich zu forschen und den Aspekt Lebensraum vermehrt miteinzubeziehen. Viel wurde bereits gesagt und geschrieben über das Verhältnis von Wald und Wild. Dabei geht es meistens um die Auswirkungen von Schalenwild auf die Baumverjüngung und letztendlich auf die forstwirtschaftlichen Ziele. Reh, Rothirsch und gebietsweise Gämse, Sika- und Damwild sowie das Mufflon wurden als Übeltäter ausgemacht. Forstwirtschaftliche Schäden sind nicht in Abrede zu stellen, doch gilt es, weitere Aspekte zu betrachten. Grundsätzlich gilt: Eine ökonomisch tragfähige Balance von Wald und Wild ist möglich, dabei müssen auch Lebensraumaspekte und die Bedürfnisse des Schalenwilds beachtet werden.

185 Bild Rebhuhn
Foto: David Dohnal/shutterstock

Das Rebhuhn im Winter: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es beim Rebhuhn zu katastrophalen Populationseinbrüchen durch ungünstige Witterung kommen kann. Ein eher ungefähres Abbild der Populationsdynamik beim Rebhuhn bot in der Vergangenheit immer die Streckenstatistik. Jedoch muss bei der Interpretation berücksichtigt werden, dass verschiedene Faktoren, die unter Umständen völlig von der Populationsdynamik des Rebhuhns unabhängig sind, die jährliche Jagdstrecke beeinflussen – beispielsweise jagdgesetzliche Veränderungen, zudem jagdpolitische und insbesondere auch wildökologische Empfehlungen, ferner Witterung in der Jagdzeit und der damit einhergehende Jagderfolg, Jagdbräuche und damit die Bejagungsintensität. Autor: Dr. Jörg E. Tillmann

184 Bild Schneehase
Foto: SibFilm/shutterstocks

In der erst dritten Doktorarbeit zum Schneehasen in den Alpen wurden die Auswirkungen von Wintersportaktivitäten, die Lebensraumnutzung und die möglichen Folgen des Klimawandels in der Schweiz untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse des Autors Dr. Maik Rehnus sind hier zusammengefasst. Sie füllen Lücken im Wissensgerüst dieser faszinierenden heimischen Wildtierart und liefern Grundlagen für erste Managementempfehlungen. Die Resultate der Dissertation liefern erste Empfehlungen für das Management von Schneehasen in den Alpen. Um Störungsereignisse durch Wintersportaktivitäten zu reduzieren, sollten Wildruhezonen als wichtige Rückzugsgebiete für die Tiere geschaffen werden. Zusätzlich sollten an der Waldgrenze heterogene Habitate mit einem Mosaik aus vielfältigen Habitatstrukturen und Deckungsmöglichkeiten erhalten bleiben, damit die saisonal wechselnden Bedingungen an Nahrung und Deckung ganzjährig auf kleinem Raum abgedeckt werden können.

HUNTER’S PATH ARTICLE
Foto:Simon K. Barr

West Highland Hunting is exhibiting at the French hunting show Salon de la Chasse de Rambouillet, which was being held Friday 6  – Monday 9 April 2018 at Parc des Expositions in the western suburbs of Paris. To book an appointment with sporting manager Niall Rowantree, International hunter and journalist Simon K. Barr visited Ardnamurchan Estate to stalk one of our trophy red stags for a feature in luxury hunting magazine Hunter’s Path. Guided by Headstalker Niall, Simon stalked...The Ardnamurchan Peninsula, is the most westerly point of the British mainland. In all respects Ardnamurchan is almost an island. Remote, timeless and beautiful, bounded by sea on three sides, this is one of Scotland's last truly wild places. With a selection of comfortable holiday homes in rugged and remote settings, your stay on Ardnamurchan promises to be special. Whether it's seclusion you're seeking, or an activity-packed break with nature walks, wilderness drives, wildlife spotting and whale watching, your trip will certainly be one to remember. Ardnamurchan Estates enjoys an enviable reputation for its red deer which have been managed and improved through selective breeding for many generations. The Estates make up 2 "Deer Forests" based on the old Ardnamurchan and Glenborrodale Estates with a managed population of some 1000 red deer across both areas. You may also see Roe deer across the Peninsula and a few Fallow Deer in the forest blocks around Loch Mudle.