173 Bild Hfte 
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Für die älteren unter uns Jägern/innen ist es immer dasselbe Malheur. Zum Aufgang der Bockjagd wollen wir eine Hochsitzleiter erklimmen und dann passiert es: Die Hüfte streikt. Viel zu spät im Leben - nach immer deutlicherem Leiden - entschließt man sich zu einer Operation. Die ist garnicht so schlimm, wenn man qualifizierte Ärzte und Therapeuten aufsucht. In dem Orthopädischen Centrum München heute operiert, übermorgen schon in der Rehabilitationsklinik im Alpenpark in Bad Wiessee am Tegernsee. Beides muss stimmen. Bei über 550 neuen Hüftgelenken pro Jahr ist dies kein Thema mehr. Der Erfolg ist geradezu garantiert und auch in der Reha am malerischen Tegernsee gelegen gelingt die Rehabilitation wie von selbst. Das Team der Therapeuten - aufeinander abgestimmt - merkt sofort, um mit der Jägersprache zu sprechen, wo der Hase läuft. Und so ist "weiß/blau Gott sei Dank" die nächste Jagdsaison auf den roten Bock ein wahres Vergnügen.

Lesen Sie dazu auch das Buch: "Patientenreport: Hüft-TEP", erschienen 2018 im Akademikerverlag Saarbrücken - ISBN978-620-2-21158-1.

172 Bild Schattensee
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Wasserscheibenschießen

Beim jährlichen Schießen am Prebersee im Salzburgerland zielen die Schützen nicht direkt auf die Scheibe. Durch die weltweit einzigartige Wasserbeschaffenheit müssen sie um die Ecke denken. Es wird auf das Spiegelbild der Zielscheibe im Wasser geschossen. Ein exklusives Vergnügen, das Kaiser und Kanzler begeisterte. Auch am Schattensee im Nachbarland Steiermark in der Nähe von Krakau/Murau fröhnt man dieser feucht fröhlichen Unterhaltung. Angeblich geht diese Leidenschaft  auf eine Hirschjagd zurück, bei der ein Jäger, der keinen Geweihten frei hatte, auf dessen Spiegelbild im Wasser schoss und dabei den Hirsch erlegte.



Foto:DeWiSt

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat mit der „Bad Driburger Erklärung“ das Abschlusspapier des 9. Rotwildsymposiums veröffentlicht. Darin sind Rahmenbedingungen und einige jagdpraktische Empfehlungen für eine wirkungsvolle Rotwildreduktion unter Berücksichtigung des Tierschutzes formuliert. Nach Ansicht von Prof. Dr. Sven Herzog von der TU Dresden sind die hohen Rotwildbestände nicht nur das Ergebnis einer jahrelangen wildbiologischen Entwicklung,  auch den Jäger trifft Schuld (näheres können Sie lesen unter  www.deutsches-jagdportal.de/portal/index.php/aktuelles/7527-keinesfalls-zu-viel-rotwild-staat-jagt-falsch).

47 Bild Rotwild
Foto: DeWiSt.de

Die Deutsche Wildtier Stiftung veranstaltete vom 28. bis 30. Juni 2018 in Bad Driburg, Gräflicher Park Grand Resort ihr 9. Rotwildsymposium. Unter dem Motto "Wieviel ist zu viel?" diskutierten ca. 200 Teilnehmer aus Wissenschaft, Forst, Jagd und Grundbesitz wildbiologische Aspekte, die zu einer zu hohen Rotwilddichte geführt haben. Was ist da noch nachhaltige Jagd oder tierschutzgerechte Reduktion, wenn im Positionspapier Vorschläge enthalten sind wie die "Dublette auf Kalb und Tier an einem Augustmorgen"? Oder der "Schlüssel zur Reduktion: Der tierschutzgerechte Alttier-Abschuss". Im Gegensatz zur damaligen Tagung in Rostock 2014, als es um Jagdethik ging, sind dies die Themen unserer heutigen Zeit, die ein anderes Verständnis der Jagd widerspiegeln.

172 Bild Charivari 
Foto: Verfasser 

Bernd E. Ergert, ehemaliger Direktor des  Deutschen Jagd- und Fischereimuseums München stellt im Rablhaus, Weerberg Tirol seine Exponate zu "Trophäe und Aberglaube", jagdliche Heil- und Wundermittel aus. Jagdtrophäen waren auch Arzneimittel der Volksmedizin. Murmeltierfett ist heute noch bei Gelenksproblemen begehrt. Im Volksglauben waren jagdliche "Reliquien" wie z. B. Amulette Mittel, den "Bösen Blick" abzuwehren. Heute noch befestigen Menschen in südlichen Ländern getrocknete Fischflossen über den Eingangstüren zum Schutze vor Dämonen und Blitzschlag. Sind wir in der Moderne nicht auch abergläubig? Aberglaube ist ein verbreitetes Phänomen in allen Kulturen zu allen Zeiten. Bis heute haben z. B. bestimmte Zahlenkombinationen, Objekte wie die schwarze Katze für viele Menschen eine mystische Bedeutung. Die Sonderausstellung jagdliche Heil- und Wundermittel schlägt insofern eine Brücke zur Natur und zur Jagd; vor allem letztere hat die Kultur der Menschheit über Jahrhunderte entscheidend geprägt. Vielleicht bringt die Ausstellung auch dem urbanen Naturfreund die Jagd etwas näher.

170 Bild Murmeltier 
Foto: www.berchtesgadener-land.de

Der über die Grenzen Bayerns bekannte Verein "Wildes Bayern" widmet sich schwerpunktmäßig der Förderung des Tierschutzes, des Natur- und Umweltschutzes,  insbesondere auch dem verantwortungsvollen Umgang mit Wildtieren und deren Lebensräumen. Er hat sich zum Ziel gesetzt die Aufklärung der Bevölkerung, die Verbreitung von Publikationen, die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Wesentliche aktuelle Themen sind z. B. der Muttertierschutz, u. a. bei Drückjagden, die Einhaltung des Verbotes der Nachtjagd, die realistische Aufnahme von Bestandszahlen für eine ordnungsgemäße Abschussplanung. Hierbei bedient er sich unorthodoxer Aufklärungsmittel, die nicht immer die Zustimmung und Billigung der Betroffenen finden, aber es sei ja schließlich die Zielsetzung, die Öffentlichkeit auf Missstände aufmerksam zu machen, betont die Wildbiologin Dr. Christine Miller, selbst Jägerin. 

Der Verein verfügt seit seiner Gründung vor vier Jahren über 286 Mitglieder. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit versucht er, verstärkt junge Mitglieder zu rekrutieren. Dieses Ziel wird u. a. begleitet durch aktuelle PR-Maßnahmen, die sich vergleichsweise auch in dem Dokumentarfilm von Alice Agneskirchner "Auf der Jagd - wem gehört die Natur" niederschlagen. Er wurde in den vergangenen Wochen in mehr als 180 Kinos in Deutschland gezeigt. Insbesondere die urbane Bevölkerung ist angesprochen, wenn es um die Vermittlung von Natur und das Geschehen um die Jagd geht, aber auch gestandene Jäger finden in diesem Film Momente, die zum Nachdenken Anlass geben (siehe den Artikel vom 10. Mai 2018 auf dieser Website).

168 Bild Jagd als Erfllungsgehilfe
Foto: St. Hubertus, Heft 06/2018

Jagd ist Verantwortung, Jagd ist Freude. Mit diesem Motto der Kärntner Jägerschaft kann sich der Großteil der Jägerschaft zwar anfreunden, also Verantwortung zu übernehmen, die Freude an der Jagd scheint dabei aber zunehmend zu kurz zu kommen. Die Frühjahrstagung in Aigen hat sich schon mit der Frage befaßt, dass sich die Jagd zahlreichen Forderungen ausgesetzt sieht: Grundeigentümer, Naturnutzer und Jagdverbände, die Forderungen an die Jagd bilden eine bunte Palette. In seinem Beitrag "Jagd als Erfüllungsgehilfe" in der Juni/2018 Ausgabe von St. Hubertus geht Univ. Prof. Dr. Klaus Hackländer näher darauf ein, wie sehr sich die Jägerschaft auch dann als Erfüllungsgehilfe anbietet, wenn z.B. Arten reguliert werden sollen, die im Jagdrecht garnicht geregelt sind. Die Jagd kommt dadurch in Widerspruch zu wesentlichen Grundsätzen und in Erklärungsnot. Auf der Strecke bleibt die Freude an der Jagd, die vielfach mit Spaß verwechselt wird.

Bild 166 weibliches Rotwild
Foto: Joost van Uffelen/shutterstock

Geschlechterverhältnis bei Kälbern - kein Zufall beim Rotwild. Ein hoher Anteil an weiblichen Kälbern kurbelt in vielen Revieren Niederösterreichs den Zuwachs beim Rotwild zusätzlich an. Ursache sind hohe Bestände mit einem hohen Anteil an Jungwild und zu wenig 1er-Hirschen. In der Zeitschrift "Jagd in Tirol" gehen die Autoren Sebastian G. Vetter, PhD und Univ. Prof. Dr. Walter Arnold der Frage nach, wie man die kontinuierlich gestiegenen Rotwildstrecken in Österreich, aber auch in Deutschland und der Schweiz mit jagdlichen Maßnahmen eindämmen kann.

161 Bild Wildschwein Zielpunkt
Foto: Nachtsichtgerät-Bildrohre-PHOTONIS-XD4

Die Verwendung von Nachtsicht-Zielgeräten ist in allen österreichischen Bundesländern immer noch verboten. Allerdings wird zur reinen Beobachtung des Wildes fast überall Nachtsichttechnik erlaubt. Der Schritt zur Verwendung auf der Waffe ist also nicht weit. Erhöhte Abschüsse von Schwarzwild zur Reduzierung der Gefahr durch die afrikanische Schweinepest scheinen die Anwendung dieser Technik zunehmend zu rechtfertigen. Aber die Öffnung der Jagd  in den Nachtstunden beunruhigt die Wildlebensräume noch mehr und trifft auch jene Wildarten, die nicht bejagt werden, so der Wildbiologe Prof. Hackländer.


Foto: Rolfes DJV

Die zunehmende Ausbreitung des Wolfes in Deutschland führt im ländlichen Raum zu wachsenden Konflikten und stellt gleichzeitig die Haltung von Weidetieren grundsätzlich in Frage. Anlässlich der Umweltministerkonferenz vom 6. bis 8. Juni 2018 in Bremen legt daher ein breites Bündnis von 18 Verbänden des ländlichen Raums - das Aktionsbündnis Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter - einen gemeinsamen Aktionsplan Wolf vor. Gemeinsam fordern die Verbände von den Umweltministern von Bund und Ländern, dass der Schutz des Menschen eindeutig Priorität vor der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland haben und die Weidetierhaltung flächendeckend möglich bleiben muss. Es sei nicht länger vertretbar, der Bevölkerung und den betroffenen Tierhaltern mit bewusst kleingerechneten Wolfsbeständen die realen Verhältnisse in Deutschland vorzuenthalten.

150 Bild Jger
Foto: K. Volkmar

Gibt es am 25. September ein negatives Ergebnis, wenn die Stimmberechtigten Zürcher über das Volksbegehren abstimmen, im Kanton die Jagd zukünftig durch staatliche Wildhüter ausüben zu lassen? Die Erinnerung an den jagdkritischen Kanton Genf wird wach, wo 1974 diese Art der staatlichen Regiejagd eingeführt wurde, ebenfalls aufgrund einer Volksinitiative. Dabei geht es nicht so sehr um die Abschaffung der Jagd, sondern man will den Jägern ans Leder. Das Bild vom Hobbyjäger macht die Runde, der schießwütig auftritt und den Naturnutzer nur als den aus dem Geländewagen schimpfenden Rüpel kennen. Diesen Privilegierten gilt es zu bekämpfen, der bislang jedenfalls in den 169 Zürcher Jagdrevieren mit einer Waffe herumspazieren kann. Können wirtschaftliche Aspekte die Initiative verhindern? Immerhin geht es um eine dreiviertel Million Schweizer Franken an Pachtverlust für den Kanton! Rechnet man den von den Jägern bislang für Schwarzwild bedingte Schäden erstatteteten Betrag von ca. 340.000 Franken hinzu, dürfte es auch um die Frage gehen, warum die Gemeinschaft diese Kosten demnächst tragen soll? Das Beispiel Genf lehrt uns aber, dass es ideologische Machtkämpfe sind, kostet die Umstellung den Genfer doch lediglich den Gegenwert einer Tasse Kaffee monatlich.

 

Bildergebnis für Mufflon
Foto: Mufflonzucht Becker

In keinem anderen europäischen Land gibt es so viel Muffelwild wie in Tschechien. Hier lebt mehr alls ein Drittel der Weltpopulation. Kaum eine andere Wildart, mit Ausnahme des Fasans, machte die Jagd in Tschechien weit über die Landesgrenzen so bekannt wie das Mufflon. Während aber der berühmte "Böhmische Jagdfasan" längst der Vergangenheit angehört und gute Fasanenstrecken mittlerweile fast ausschließlich durch Aussetzungen von künstlich aufgezogenen Vögeln erreicht werden können, ist das Muffelwild in freien Jagdgebieten als auch in Gattern verbreitet wie nie zuvor, meint Dr. Miroslav Vodnansky vom Mitteleuropäischen Institut für Wildtierökologie Wien-Brno-Nitraim. 

140 Bild Jubilum Jagdwirt
Foto: Verfasser

Die Universität für Bodenkultur Wien feierte am 25. und 26. Mai 2018 das Jubiläum 10 Jahre Universitätslehrgang Jagdwirt. Begrüßung und einleitende Worte durch Vizerektorin Univ.-Prof. Dr. Sabine Baumgartner, Grußworte akad. Jagdwirt Martin Sturzeis, Ehrensenator und -bürger der BoKu, akad. Jagdwirt Karl Peter Tadsen, Sprecher der Alumni-Fachgruppe. Einen Rück- und Ausblick gab Univ.-Prof. Dipl.-Biol. Dr. Klaus Hackländer in dem Vortrag 10 Jahre Universitätslehrgang Jagdwirt. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Valerius Geist, University of Calgary, "Der Wolf in unserer Kulturlandschaft". Musikalische Umrahmung fand durch die Jagdhornbläsergruppe der BoKu Gregor Mendel statt. Am zweiten Tag begrüßte Prof. Hackländer zum Symposium: Jagd 2.0 - Öffentlichkeitsarbeit der Jagdverbände, vorgetragen von Simon Huber, BSc., ferner die Jagd in sozialen Medien, von Carina Frank und schließlich die Jagd im Zeitalter der Hochtechnologie von Dr. Florian Asche.  

135 Bild Salzburg
Foto: Wildökologisches Forum Alpenraum

Das Wildökologische Forum Alpenraum tagte zum 9. Mal in Salzburg Heffterhof. Das Motto der Veranstaltung am 18.05.2018 lautete: Die Jagd in Tourismusgebieten -  Wildtiere im Spannungsfeld konkurrierender Landnutzung. Aspekte der Lebensraumgestaltung des Wildes wurde ebenso angesprochen wie entsprechende Instrumente der Raumordnung auf planerischer überörtlicher Basis. Besonderes Interesse fanden die Ausführungen und Erfahrungen zu den Wildruhezonen in der Schweiz. Die anschließende Podiumsdiskussion zeigte deutliche Aspekte der alpenländischen Lebensraumvernetzung: Alpenverein, Einrichtungen für Tourismus und Freizeitwirtschaft, Naturschutzbund und schließlich auch die Landwirtschaft rangen um Vorrechte und Interessen, ohne allerdings den Jäger zu beachten, der es in dieser Gemengelage sicherlich nicht leicht hat. Kann man das vom Veranstalter angesichts des Themas: "Die Jagd in Tourismusgebieten" erwarten?

131 auf der jagd wem gehrt die natur
Foto: www.wemgehoertdienatur.de

Filmstart: "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?"


Seit gestern wird der Dokumentarfilm "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" gezeigt. Regisseurin Alice Agneskirchner nimmt den Zuschauer mit in die zum Titel passende Voralpenlandschaft des Tegernsees. Der Film zeigt die Jagd wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist nicht nur ein filmisches Erlebnis mit beeindruckenden Naturbildern. Er thematisiert die Jagd als gesellschaftliches Phänomen, läßt örtliche Prominenz wie die Herzogin in Bayern, die Wildbiologin Miller sowie den jungen Gastronom Maier zum Kirschner zu Wort kommen. Diese schildern ihre Ansichten zur Jagd unverblühmt, ohne aber die Kritik z. B. an den Bayerischen Staatsforsten auszunehmen, wenn es um den überhöhten Gamsabschuss in sog. Sanierungsflächen zugunsten des Mantras "Wald vor Wild" geht. Alpenländisches Brauchtum, das die Kulisse zum waidgerechten Umgang mit der Kreatur bietet, findet sich wieder in der feierlichen Hubertusmesse, die der Pfarrer angesichts eines 16-Enders mit Hinweis auf die Schöpfung celebriert. Aktuelle überregionale Probleme wie das Wiedervorkommen des Wolfes und Jungholzverbiss durch hohe Schalenwilddichte werden sachlich diskutiert. Der Nachfahre des letzten Berufsjägers von Ludwig Thoma, Hans Halmbacher hält den waidgerechten Schuss auf Wild für ethisch vertretbar angesichts der brutal realistisch gezeigten Massentierschlachtung von Schweinen. Diese steht in deutlichem Kontrast zu Bambi-Vorlesungen im Kreise einer Kinderschar, denen auf diese Weise die Natur vermittelt werden soll. Was noch fehlt sind die Auswirkungen des Massentourismus auf den Bergen, die sich beispielsweise im vermehrten Aufkommen von E-Bikern und Tourengehern zeigen. Aber vielleicht hat der sehenswerte Film ja später noch einen zweiten Teil ...

High-Tech verändert Jagd:

Digitalisierung ist nicht nur in der Politik, sondern auch in der Jagdwirtschaft angekommen. Namhafte Wissenschaftler, wie Prof. Hackländer von der BOKU Wien sowie Prof. Beutelmeyer vom Market-Institut Linz widmen sich im Wildtierforum Baden-Württemberg Fragen wie z. B. Drohnen zur Kitzrettung bei der Frühjahrsmahd eingesetzt werden können.


Foto: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

WILD UND HUND untersucht in seiner Ausgabe 4/2018 die Kotze-Affäre, eine angebliche Sex-Orgie im Jagdschloß Grunewald im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der Journalist Lutz G. Wetzel nahm einen Ortstermin wahr und untersuchte die Ausschweifungen der Mitglieder des Kaiserhauses. Das Jagdschloß Grunewald ist auch Teil des Besichtigungsprogramms der Jahrestagung des Forum's Lebendige Jagdkultur, die im April dieses Jahres im Forsthaus Paulsborn in unmittelbarer Nachbarschaft statt gefunden hat. 1871 weihte Kaiser Wilhelm I. dieses heutige Gasthaus aus der Neorenaissance in vielfacher Anspielung auf das Schloß ein. Wenngleich in dem Tagungsprogramm Beiträge wie "Der Kampf um das Paarungsvorrecht" in diese Richtung denken lassen, handelte es sich doch um seriöse Vorträge wie das Verständnis von Jagdethik oder das biologische und kulturelle Erbe der Jagd.


Foto: DJV

Wolf soll ins Bundesjagdgesetz

DJV fordert bundeseinheitliche Managementvorgaben für den großen Fleischfresser. Bewaffnete Eingreiftrupps lehnt der Verband ab: Erster Ansprechpartner muss der Jagdausübungsberechtigte vor Ort sein.

 

Auerhahn
Foto: Jagd Gries in Sellrain

Die meisten der ehemaligen Auerwildvorkommen weisen einen starken Rückgang der Population auf und sind sogar teilweise erloschen. Lebensraumverlust ist derzeit ein Hauptfaktor, der für den Rückgang der Auerwildbestände in ganz Europa verantwortlich ist - Waldwirtschaft ist die entscheidende Form der Lebensraumgestaltung. Österreich hat sich nach der Vogelrichtlinie Anh. I+II verpflichtet, u. a. für Auerwild die Lebensräume zu erhalten.

171 Bild Jgertagung
Foto: Jagd in Tirol

Welche  Kräfte wirken auf die Jagd und wie geht die Jagd damit um?

Zwei Tage widmete sich heuer die österreichische Jägerschaft dem Thema Jagd und Wechselwirkungen
mit anderen Interessensbereichen. Im Folgenden sind die Schwerpunkte zusammengefasst und einige
Argumente genauer behandelt.