Foto: Seifert, DJV

Anpassungsfähige Raubsäuger breiten sich aus. Die Jagdstatistik 2016/17 zeigt sprunghafte Anstiege für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund. Auch beim Dachs sind die Zuwächse hoch, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Bild 155 Seuchenprvention
Foto: Arnold, Halali_Magazin 2018

Alle müssen gewappnet sein: Die Seuchenprävention und -bekämpfung stellt das Selbstverständnis der Jägerschaft auf eine harte Probe. Die Wildbiologen Johanna Maria Arnold und Dr. Janosch Arnold haben den Stand der Dinge zur Afrikanischen Schweinepest zusammengetragen.

153 Bild Wels
Foto: Kletr/shutterstock

Der Wels, Silurus glanis, ist in Anglerkreisen wohl einer der populärsten Süßwasserfische Europas. Umso mehr verwundert es, dass das Wissen über diesen Raubfisch so bescheiden ausfällt. Vielmehr haben seine unheimlich anmutende Körperform, sein breites Maul und seine Bartfäden sagenhafte Vorstellungen zu diesem vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiven Raubfisch entstehen lassen. Größere Aufmerksamkeitgeschenkt wurde dieser heimischen Fischart, die sich übrigens unter den zwanzig größten weltweit einreiht, nicht nur wegen seiner zunehmenden fischereiwirtschaftlichen Bedeutung, sondern auch aufgrund der Erkenntnis, dass dem Wels in natürlichen Gewässern eine bedeutende Rolle zukommt.

152 Bild Charivari 
Foto: Bernd E. Ergert

Das Charivari, das heute in Trachten- und Jägerkreisen wieder fröhliche Urständ feiert, soll sich aus der Chatelaine entwickelt haben, die einst von den Franzosen übernommen wurde. Vom frühen Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert war sie ein an zahlreichen Metallgliedern zusammengesetzter Frauengürtel. An ihn hängte man allerlei kleine Kostbarkeiten wie Schlüssel, Nadelbüchsen, Fächer, Necessaire, Riechfläschchen und dergleichen mehr. Unter Ludwig XIV. wurde die Chatelaine auch zur unentbehrlichen Uhrkette für die vermögende Männerwelt.

Bildergebnis für ratting
Painted by Alfred Duke

Die Rattenjagd mit dem Hund (Ratting) stammt aus Großbritannien. Die britische Regierung schloss schon vor Jahrzehnten eine Schädlingsbekämpfung der Landwirte durch Gift etc. aus. Anders als in Deutschland kommen dort Terrier zum Einsatz: Sealyhams, Bedlington Terrier und vor allem Plummer Terrier. Die Wanderratte stammt aus Asien, ist heute als Kulturfoger weltweit, vor allem durch Einschleppung verbreitet. Die Allesfresser haben einen hoch entwickelten Geschmacks- und Geruchssinn. Ratten können dem Niederwild erheblich schaden. Nicht immer sind es Fuchs und Waschbär, man merkt den Nager meist nicht oder sehr spät, weil er nachtaktiv ist.

151 Bild Hirschalter
Foto: Mächler, TJV

Das Hirschalter: Über eine weitere Methode der  Altersschätzung beim Rot- und Rehwild

Hat ein erlegter Hirsch oder Rehbock das Zielalter erreicht oder nicht? Diese Frage stellt sich in der jagdlichen Praxis immer wieder! Neben der üblichen Altersschätzung über die Zahnabnutzung steht am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien eine Alternativmethode zur Verfügung.

150 Bild Jagdmuseum Paris
Foto: Béatrice Hatala

Die Künstlerin Sophie Calle begibt sich im Pariser Jagdmuseum auf die Pirsch nach der Natur von Menschen und Tieren. Der Thematik der Jagd, der Jagd nach Liebe, der Jagd nach Mitgift begegnet die Konzeptkünstlerin im  Musée de la Chasse et la Nature mit Wandtafeln, ausgestopften Tieren und anderen Skulpturen, die in pointierter Form und oft leicht absurdem Inhalt kitschig überzogen im wahrsten Sinne Hunde und Wölfe, Hirsche und Elche, Adler und Fasane darstellen. Inmitten von Stilmöbeln, Jagdgemälden und historischen Waffen geht die Jagd nach den "Histoires vraies", den wahren Geschichten, dem Verschwinden und dem Verlust geliebter Wesen, in einer charakteristischen Mischung aus verspielter Schwere und hintergründiger Leichtigkeit.

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Foto: M. Zeiler

Aus der Jagd, aus dem Sinn

Arten können natürlich auch ohne Bejagung erhalten werden, dennoch steht klar fest: Wenn man Jägern verbietet, Schneehühner zu bejagen, gehen das Interesse und das Wissen um sie verloren. Dann gibt es niemanden mehr, der die so wichtige Bestandeszählung macht, wie das in Graubünden und Südtirol noch standardmäßig der Fall ist.

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Foto: M. Breuer

Wildbret von alten Stücken

Dem Wildbret alter Stücke sagt man nach, dass es zäh und damit weitestgehend ungenießbar sei. Die Erfahrung zeigt aber, dass auch manches Fleisch junger Stücke zäh wird, wenn es in der Küche in den falschen Händen landet. Was also wiegt mehr: das Alter oder die Zubereitung? Noch immer hört man an Stammtischen und bei manch anderer Gelegenheit, Wildbret älteren Schalenwildes sei zäh und eigentlich nicht genießbar. Irgendwie steht das in Widerspruch zu unserem Streben, möglichst alte Böcke, Hirsche oder Keiler zu erlegen. Wäre es tatsächlich so, müssten wir als „ehrliche Kaufleute“ eigentlich vom Kauf solchen Wildbrets dringend abraten.

Jagd auf Wildschweine: Sau tot, alles gut? Massive Jagd hält die Schweinepest nicht auf.
© Willi Rolfes/Bildagentur-online

Furcht vor der Pest-Politischer Aktionismus

Bayerischer Jagdverband und Bay. Staatsforsten wollen bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest kooperieren. Das vereinbarten Jagdpräsident Vocke und der Chef der Staatsforsten Neumeyer. Dazu gehören revierübergreifende Bewegungsjagden und ein verstärkter Abschuß von Wildschweinen, aber auch probeweise Einsatz von Saufängen, also Lebendfallen von Wildschweinen. Die Staatsforsten bejagen etwa 11 Prozent der Jagdfläche in Bayern. Nötig seien daher auch Maßnahmen über den Staatswald hinaus (Münchner Merkur 10.01.2018). Der Wissenschaftler Prof. Dr. Sven Herzog, Universität Dresden warnt in einem Zeit-Online Interview vom 11.01.2018 vor Panikmache und hält es für wichtig, sich zunächst einmal mit der Krankheit selbst und ihren spezifischen Ausbreitungswegen zu befassen (http://www.zeit.de/2018/03/afrikanische-schweinepest-wildschweine-ausbreitung-sven-herzog-interview ).

149 Bild Steinwild Brunft
Foto: Christoph Burgstaller

Im Fokus: Steinwildbrunft. Die Jagdzeitschrift Österreichs Weidwerk hat im Rahmen eines Praxistests der Naturfotografie die Technik des Digiscoping mit Spiegelreflexkamera eingesetzt. Es ging weit hinauf, um die Brunft der Steinböcke festzuhalten. Wer seine Wildbeobachtungen gerne seinen Jagdkollegen zeigt, wird von dieser Technik begeistert sein.


Foto: johnrigbyandco.com

Die Highlands – Hochland von Schottland. Neben gebirgigen Gegenden prägen über weite Teile baumlose Moore die Highlands. Hier auf deeralso den Rothirsch zu jagen gehört zu den höchsten Erlebnissen eines Jägerlebens. Neben den Moorhühnern, den grouse symbolisiert der Hirsch die Jagd in den Highlands schlechthin. Die altehrwürdige Repetierbüchse Rigby  hat hier wieder ihre Heimat gefunden und zeigt sich als neueste Entwicklung der Traditionswaffenschmiede mit der "Hihgland Stalker" , einer schlanken Büchse auf Mauser-Basis mit geradem Schaft und rundem Pistolengriff. Nehmen sie die Büchse im traditionellen Kaliber.275 Rigby mit auf Hirschjagd auf stags and hinds in den schottischen Highlands von Blair Atholl, Perthshire. 

Tagungsbericht im ANBLICK 12/2017
Heft 12/2017

In der Dezember-Ausgabe der Jagdzeitschrift "Der Anblick" ist ein Bericht über die 1. Alpenländische Jagdrechtstagung in der Villa Maund, Schoppernau in Vorarlberg erschienen, die vom 13. bis 15. Oktober 2017 stattfand. Die nächste Tagung wird im Bayerischen Hof in München vom 4. bis zum 5. April 2019 veranstaltet unter dem Titel "Neues im Jagdrecht".

146 Bild Feuerwaffen
Foto: Dieberger, St. Hubertus 12/2017 

Die Entwicklung unserer jagdlichen Feuerwaffen untersucht Dr. J. Dieberger auf seinem Reviergang in der Jagdgeschichte. "Wir heutigen Jäger können uns ein Waidwerk ohne Schusswaffen kaum mehr vorstellen, obwohl wir noch Jagdmethoden kennen, die ohne solche Werkzeuge auskommen, wie z. B. die Beizjagd oder in Frankreich die Parforcejagd."

145 Bild Steinbock
Foto: Zauser (1) Jagd in Tirol, Heft 12/2017

Das Steinwild ist als eine der Hochgebirgsarten eine der imposantesten und beeindruckendsten Schalenwildarten der Tiroler Alpen. Nach jahrelanger Verfolgung und damit einhergehender Ausrottung wurde im Jahr 1953 in Tirol das erste Stück Steinwild wieder in die Freiheit gelassen. Damit wurde der Grundstein für die Neugründung der Steinwildkolonien im Alpenraum gelegt. Diese umfangreichen Wiederansiedlungsprojekte wurden zur Erfolgsgeschichte, so dass das Steinwild mittlerweile zu den regulär bejagten Schalenwildarten in Tirol zählt. Aufgrund der jährlichen Abschusspläne, welche auf der Grundlage eines in regelmäßigen Abständen stattfindenden landesweiten Monitorings (Zählungen) und der „Bejagungsrichtlinien für das Schalenwild“ basieren, ist es bei dieser sehr sozial lebenden Schalenwildart besonders wichtig, die Tiere richtig anzusprechen. Es ist nicht selbstverständlich, eine nach EU-Recht geschützte Art (FFH-Richtlinie Anhang V) bejagen zu dürfen.

133 Bild Grouse 
Quelle:Jeff J Mitchell/Getty Images 

Jagareien aus Schottland: Grouse (Lagopus lagopus)

Like it or loathe it, the Glorious 12th is upon us - the official start of Britain's 121-day-long grouse shooting season. The sport, which always begins on August 12th each year, has been an integral part of the countryside calendar for decades, it´s increasingly at the centre of rows over animal cruelty and class. Grouse shooting can be traced back 160 years to 1853. It started to take off when the railways suddenly made it easier to get to the moors, and shotguns became breech-loading. The "bags" - total number of birds shot per day - were huge, often topping 2,000 in a single day. Although grouse shooting is most commonly associated with the Scottish Highlands, red grouse were, and still are, shot on moors in Wales, Northern Ireland and as far south as England’s Peak District.


Quelle: Deutsche Wildtierstiftung

Die Wildkatze: Tier des Jahres 2018

Sie war zwischenzeitlich fast verschwunden und ist dabei, sich ihren Lebensraum zurück zu erobern. Mit der Wildkatze kürt die Deutsche Wildtier Stiftung eine Rückkehrerin, die auf naturnahe Wälder sowie hecken- und gehölzreiche Kulturlandschaften angewiesen ist. Die Wildkatze lebt zurückgezogen in strukturreichen Wäldern und verbringt den Tag versteckt in Baumhöhlen, Totholzhaufen oder ehemaligen Dachs- und Fuchsbauten. Scheu, einzelgängerisch und immer „in Deckung“ ist sie in ihren großen Streifgebieten unterwegs und von uns Menschen daher nur selten zu beobachten. Als geschickte Schleichjägerin erbeutet sie vor allem Mäuse. Beinahe ausgerottet leben heute wieder einige Tausend Individuen in Deutschland – vor allem in den Mittelgebirgen. Doch noch immer ist die Wildkatze gefährdet: ihr fehlen vor allem abwechslungsreiche Kulturlandschaften mit ausreichend Querungsmöglichkeiten im dichten Straßennetz, damit sie zwischen Waldgebieten wandern und sich ausbreiten kann.

villa maund
Quelle: 1.Alpenländische Jagdrechtstagung

1. Alpenländische Jagdrechtstagung:

Eine Plattform für den Austausch: Jagdrechtlich kompetente Fachleute gehen der Frage nach, wie sich eine zeitgemäße Jagdgesetzgebung gegenüber den Ansprüchen einer überwiegend urban geprägten Gesellschaft entwickelt, die den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der unterschiedlichen Wildarten in der alpenländischen Kulturlandschaft zum Ziel hat. Lesen Sie mehr in dem soeben erschienenen Artikel "Pirsch im Paragraphendschungel" in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Der Anblick auf S. 40 f , auf Seite 52 der  Ausgabe 12/2017 von Jagd in Tirol oder auf dieser Website unter "Publikationen".

 

 

 121 Bild Jagd Mountgarret

Foto: Ralph Guy

Ein Erlebnis besonderer Art: Die englische Kultur des Landlebens, zu der auch shooting game gehört, das der Brite so liebt. Höhepunkt der Jagdsaison stellt im Sinne von fieldsports das Standtreiben durch beaters auf getriebene Vögel dar. Pheasant and Partridge werden zur Zeit gejagt, sie kommen pfeilschnell auf den Schützen zu, der sie erst im letzten Moment erblickt. Schüsse hoch über Kopf, so liebt es der gentleman, niedrig streichende Vögel werden pardoniert.

WILD UND HUND Exklusiv Nr. 50: Wilde Klassiker - Deutsche Küche mit Wild neu interpretiert inkl. DVD im Pareyshop

 

WILD UND HUND-Exklusivheft 50: 
Wilde Klassiker. Deutsche Küche mit Wild neu interpretiert

Jede Region Deutschlands hat ihre eigenen kulinarischen Spezialitäten. WILD UND HUND-Koch Karl-Josef Fuchs und seine Tochter Viktoria interpretieren solche Küchen-Klassiker aus allen vier Himmelsrichtungen mit Wild neu. Ob Maultaschen oder Birnen, Bohnen und Speck, ob Rheinischer Sauerbraten oder Königsberger Klopse: Sie werden staunen, wie einfach und lecker sich die beliebten Gerichte mit Wildbret zubereiten lassen – ein köstliches Stück Heimat!