Foto: Halali 2018/144

Die Legende vom Heiligen Hubertus kommt demnnächst wieder am 03. November in den Sinn, wenn die Jäger ihres Schutzpatrons gedenken. Dabei ist es eigentlich der Heilige Eustachius, auf den die Begegnung mit dem weißen Hirsch zutrifft. Vor seiner Bekehrung wurde dieser Placidus genannt und war im 8. Jahrhundert einst Heermeister einer Legion in Kleinasien unter Kaiser Trajan. Eines Tages begegnete ihm bei der Jagd ein weißer Hirsch mit einem Kruzifix im Geweih. Er hörte die Stimme Christi, er sei der Herr des Lichts und der Finsternis. Placidus ließ sich taufen auf den Namen Eustachius. Die Legende erhielt im Jahr 1444 neue Nahrung, als Herzog Gerhard von Jülich nach gewonnener Schlacht über den Herzog von Geldern den hohen Ritterorden des h. Hubertus stiftete. Dieser wurde später übrigens der höchste Orden des Königreichs Bayern. Angeblich soll auch der französische König Karl VIII.  in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts dabei geholfen haben, Hubertus zum Patron der Jagd zu machen.

179 Hirsch Kiefer 
Foto: Karl Heinz Volkmar, WuH 2018

Wild und Hund meldet: Das Unternehmen Bayerische Staatsforsten (BaySF) schraubt seine Schalenwildstrecke weiter hoch – und ignoriert, dass die angezielte Wirkung ausbleibt. In der Bilanz 2018, die am 18. Oktober in München vorgestellt wurde, verzeichnet es für das vergangene Jagdjahr knapp 65 000 Stück. Das sind fast sechs Prozent mehr als die bisher höchste Jahresstrecke. Darunter sind 3 814 Stück Rotwild, ebenfalls ein Rekord in der Zeit des Unternehmens.

178 Gerfalke
Foto: Astrid Bellen - Gerfalke

In Deutschland ist es im Gegensatz zu Österreich seit 2015 verboten, Greifvogel-Hybride zu züchten. Dabei handelt es sich um Kreuzungen unterschiedlicher Greifvogelarten, zum Beispiel der heimischen Wander- und Sakerfalen mit dem Gerfalen. Hybride werden vorwiegend für Abnehmer in arabischen Staaten gezüchtet und dorthin exporitert. Gelangen sie bei Freiflugübungen in die Natur, können sie Bestand und Wiederansiedlung der heimischen Greifvogelarten, insbesondere der Wanderfalken, gefährden. Sie können erwiesenermaßen Vögel heimischer Arten aus ihren Revieren verdrängen und deren Brut damit vernichten. Das Thema Hybriden scheint in den letzten Jahren etwas aus dem Blickfeld der europäischen Falknerszene geraten zu sein. Hybriden in freier Wildbahn, beispielsweise aus einer Verbindung zwischen Wander- und Präriefalke sind in den 1980er Jahren von Dr. Manfred Heidenreich, dem Verfasser des bekannten Fachbuchs "Greifvögel-Krankheiten-Haltung-Zucht (2013) beschrieben worden. Bei Wanderfalken sollen natürliche Verpaarungen zwischen den Unterarten weit verbreitet sein. Mebs und Schmidt berichten in ihrem Standardwerk über erfolgreiche Wildverpaarungen von Steinadlern mit Kaiseradlern in Spanien.

177 Bild Gamsgei Sabine 10 2018
Foto: Verfasser

Gamswild kommt nicht nur auf alpinen Flächen vor. Genauso gut kann Gamswild das ganze Jahr über im Wald leben, schreibt die Wildbiologin Christine Miller in ihrem bekannten Gamsbuch: Hauptsache, dass dort auch steiles felsiges Gelände und Hangeinschnitte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können die Tiere immer nach den besten mikroklimatischen Bedingungen suchen und kleinräumige Einstandswechsel vollziehen. In solchen Habitaten gedeihen die Gams besonders gut, sind doch die jahreszeitigen Bedingungen und das Nahrungsangebot weit weniger schwankend als in den alpinen Lebensräumen. Unweit von Stainz in der Weststeiermark, im Schilcherland werden die Gams  seit 1950 nach Abschussplan nachhaltig bejagt und sind eine Bereicherung für die Reviere. In dem Revier der Forstverwaltung Franz Meran am Reinischkogel treten immer wieder große Felsquader aus dem für die Gegend typischen Stainzer Plattengneis zutage, welche mächtig aus den steilen Hängen herausragen. Erklimmt man diese Felsblöcke, bietet sich einem ein herrlicher Blick in das Grazer Becken und bei schönem Wetter bis zur Riegersburg. Der Waldgams, oder besser Schluchtwaldgams, nutzt genau diese Felsköpfe als Ruhe- und Aussichtsplätze. Hier findet das Gamswild Ruhe, Äsung und Einstand, also optimale Bedingungen, und genau aus diesem Grund hat sich hier ein gesunder und stabiler Gamsbestand entwickelt. Im angrenzenden Wirtschaftswald wurden im Laufe der Zeit gut verteilt Wildwiesen und Wildäcker angelegt, welche vom Gamswild sehr gut angenommen werden. Durch diese Äsungsverbesserungen hält sich auch der Verbissdruck auf die Naturverjüngung von Ahorn, Esche, Ulme, Fichte und Tanne in Grenzen.

Foto: Deutsche Wildtier Stiftung

DIE GÄMSE UND DIE BAYERISCHE FORSTPOLITIK

Ergebnisse einer bayernweiten Umfrage

Das Meinungsforschungsinstituts EMNID hat im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung eine bayernweite Umfrage zur Gams und der bayerischen Forstpolitik durchgeführt. Dass der gesetzliche Grundsatz „Wald vor Wild“, der Rothirsch, Reh und Gämse ausschließlich einen negativen Einfluss auf Forstpflanzen zuschreibt, am Wählerwillen vorbei geht, zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts EMNID im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung: Eine große Mehrheit der bayerischen Wähler lehnt die derzeit geltenden Regelungen ab, die im Bergwald die Jagd auf Rothirsch, Gams und Reh über das ganze Jahr zulässt. 70 Prozent der Befragten halten eine Schonzeit für wichtig, selbst wenn durch ganzjährige Jagd der Wald besser wachsen könnte. Die bayerischen Wähler erteilen damit der gegenwärtigen Jagdpraxis in den bayerischen Alpen eine klare Absage! Die Gämse wird in Bayern dennoch sehr intensiv bejagt. Nach europäischem Recht dürfen Gämsen aber erst bejagt werden, wenn die Population wissenschaftlich überwacht und als stabil eingeschätzt wird. Da dies nicht erfolgt, untersucht die Deutsche Wildtier Stiftung jetzt den Bestand der Gämsen in Bayern auf wissenschaftlicher Basis.

176 Bild Schloss Landshut Bern
Foto: EventButler

Lippenstift & Patrone

Mit einer Sonderausstellung über Frauen in der Jagd feiert das Schweizer Museum für Wild und Jagd im Schloss Landshut in Utzenstorf, Kanton Bern sein 50-jähriges Jubiläum. Schloss Landshut ist übrigens auch Sitz des Ordens „Schutz von Wald, Wild und Flur und Förderung von weidgerechtem Jagen“, bekannt unter dem "Silbernen Bruch". Zuletzt bedacht mit dem Stiftungspreis wurde auf dem Konvent in Bad Berleburg 2017 der Bundesverband Deutscher Berufsjäger:

https://www.silbernerbruch.org/verleihung-des-stiftungspreises-2017-an-den-bundesverband-deutscher-berufsjaeger

Bildergebnis für schloß marchegg
Foto: ÖFB

Die diesjährige Falknertagung des Österreichischen Falknerbundes fand am 11. bis 14. Oktober 2018 in Schloss Marchegg statt.

Das Schloss Marchegg ist ein Barockschloss  in Niederösterreich. Es wurde als Stadtburg an der nordwestlichen Ecke der Stadtmauer nach der Schlacht bei Groißenbrunn, bei der Ottokar II. den ungarischen König Béla IV. besiegte, errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1346. Erstmals wurde die Burg  in den Jahren 1426 und 1427 in den Hussitenkriegen erobert. Im Jahr 1502 erhielt Niklas Graf Salm die Burg als Pfandbesitz. Bei der Ersten Türkenbelagerung wurde die Burg zwar nicht eingenommen, aber schwer beschädigt. Durch die Hilfe, die die Salms bei der Verteidigung Wiens leisteten, wurden auch die Erben im Pfandbesitz bestätigt. Niklas Graf Salm starb bereits 1530 im nahen Salmhof. Im Jahr 1621 bekam der Präsident der ungarischen Hofkammer Graf Paul Pállfy von Erdöd von Ferdinand II. die Burg vorerst als Pfand und zwei Jahre später als Eigenbesitz. Die Burg Marchegg wurde bis auf einen Turm abgetragen und nach Plänen des kaiserlichen Ingenieur- und Mineurhauptmann Lambert Lambion als viereckiges Wasserschloss neu erbaut. Im Auftrag des ungarischen Palatins Nikolaus Pálffy führte man um 1715 eine Barockisierung des Schlosses durch. Die Südfront erhielt ihr heutiges Aussehen. In den kommenden zwei Jahrhunderten war das Schloss hauptsächlich Jagdschloss und Sommersitz. Häufige Jagdgäste waren unter anderem Kaiser Joseph II., Maria Theresia oder Franz Stephan von Lothringen.

176 Bild Hirschrufen 
Foto: www.hirschbrunft.oberstdorf 

Die hohe Kunst des Hirschrufens
Gleich zu Beginn soll die Bedeutung der Ruf- und Lockjagd – auch in der heutigen Zeit – für die verschiedensten Wildarten wie Fuchs, Rehbock, Gamsbock, Rothirsch, aber auch die diversen Rauhfußhühner-Arten und viele andere hervorgehoben werden. Über Jahrzehnte – etwa ab den 1970er Jahren – wurde kontinuierlich weniger Wert auf die Ausübung der Jagd mittels verschiedener Lockinstrumente gelegt, und damit geriet ein sehr altes jagdliches Handwerk immer mehr in Vergessenheit. Mit der stetig steigenden und besseren Erschließung der Reviere durch allerlei Arten von Infrastruktur, wie Forststraßen, Hoch- und Bodensitze, Wildwiesen und vieles mehr sowie den Einzug modernster Waffen und optischer Geräte in die Jagd wurde diese gegenüber früheren Zeiten erheblich erleichtert. Jagdliches Wissen wurde quasi durch Technik kompensiert. 

175 Bild Achtung Jaeger
Foto: Verfasser

Selbst im gepriesenen Oberbayern, wo doch eigentlich die Welt noch in Ordnung sein sollte, häufen sich Traktate gegen die Jägerschaft. Wenn man bedenkt, wieviel finanzielle Mittel den Jagdgegnern zur Verfügung stehen, nimmt sich das kleine Plakat am Rande eines Touristenpfades geradezu bescheiden aus. Fürchtet man dessen Entfernung, weil es so unscheinbar auf wenigen Quadrat-Zentimetern daherkommt? Wohl kaum, denn sonst hätte man den Jäger nicht so selbstbewußt und wohlernährt dargestellt! Vielleicht ist es die neue Bescheidenheit von Antijagdorganisationen wie "Wildtierschutz-Deutschland.de" und "Peta/Jagd.de", um auch den einfachen Mann von der Straße einzufangen. Man muss ja nicht gleich Hochstände ansägen, um auf die angeblichen Mißstände aufmerksam zu machen. "Steter Tropfen höhlt den Stein".

Bildergebnis für French Partridge
Foto: Wikipedia

French Partridges along with Pheasants are the UK’s most hunted birds with the season commencing of September 1st through to 1st February.

The Red-Legged Partridge is not native to Britain and was introduced from Continental Europe around 1770. The Red- Legged Partridge are larger than our native English grey Partridge, it has a white chin and throat patch bordered with black. It has a greyish body with bold black flank stripes and a chestnut-sided tail. Partridges are commonly found on lowland farmland in open areas and are traditionally flushed from hedges and cover crops. In flight partridges are very agile and with their rapid wing beat give the impression that they fly a lot faster than the Pheasant.


 23.09.2018, 15:58, Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich

Abgelehnt: Volks-Initiative zur Abschaffung der Jagd

Im Kanton Zürich sind heute lokale Jagdgesellschaften für die Hege und Pflege der Wildtiere zuständig. Die Jägerinnen und Jäger erbringen diesen Auftrag in ihrer Freizeit und absolvieren dafür eine umfangreiche Ausbildung. Die Initiative möchte die Milizjagd durch ein System mit staatlich entlöhnten Wildhüterinnen und Wildhütern ersetzen. Dabei soll die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes im Vordergrund stehen. Ein solcher Systemwechsel ist mit vielen Nachteilen verbunden. Die Milizjagd hat sich bewährt. Die Folgen der Initiative wären hohe Kosten und grosse Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, im Wald und innerhalb der Städte und Dörfer.

Das Abstimmungsergebnis:

  Kanton Zürich

Vorlagen
  Ja-Anteil (%) Annehmende Gebiete Ablehnende Gebiete
Kantonale Volksinitiative «Film- und Medienförderungsgesetz» 19.23 0 180
Kantonale Volksinitiative «Wildhüter statt Jäger» 16.14 0 180
Kantonale Volksinitiative «Stoppt die Limmattalbahn – ab Schlieren!» 17.09 0 180

 

 Bildergebnis für der waidgerechte jäger
Foto: www.jagd.it

Wieviel Technik braucht die Jagd?

"A Jager braucht nix als a braunaugats Diendl, an Hund und a Büchs", hätte der Tiroler Schriftsteller Ludwig Hörmann von Hörbach (1837-1924) auf die Frage gesagt. Doch die technischen Möglichkeiten, die die Industrie anbietet, ob es nun Jagdwaffen, Munition oder Optik sind, fordern den modernen Jäger heraus, sie auch zu nutzen. Welcher Waidmann würde sich diesem Angebot widersetzen, um nicht als "von gestern" zu gelten, so der Ausblick auf 2030 von Prof. Werner Beutelmeyer im Juli-Heft des Anblicks. Dabei kommt es sicherlich darauf an, wie sich der Jäger heute versteht: Als Erfüllungsgehilfe, Wildtiermanager, dem immer mehr Verantwortung übertragen wird? Oder ist es die Freude an der Jagd, der Naturnutzung, die die hauptsächliche Motivation darstellt? Wenn man also nicht töten muß, sondern die Jagd als Erfüllung versteht, sind dann Nachtsichtzielgeräte noch erforderlich? Bedeutet die allseits angesagte Reduktion eine Abkehr von der Waidgerechtigkeit? Diesen Fragen geht ein Beitrag von Prof. Dr. Klaus Hackländer in der September- Ausgabe 2018 des Magazins Der Anblick auf S.56 f. nach.

Bild180 Murmata murmata
Foto: Verfasser

Murmeltier, Mankei, Murmandl, auch Munggen genannt sind einige Namen für den geschützten Nager im Alpenbogen. Das Alpenmurmeltier zählt in Österreich und in der Schweiz zum jagbaren Wild und wird aktiv bejagt. In Deutschland unterliegt es dem Jagdrecht, wird aber ganzjährig geschont. Die Population in der Hohen Tatra unter der Bezeichnung Marmota marmota latirostris ist nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie in Europa streng geschützt. Die Jagd auf das Alpenmurmeltier gehört zu den schönsten Facetten der Bergjagd. Neben einem spannenden und körperlich herausfordernden Jagderlebnis bietet das Alpenmurmeltier ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verwertung der Beute, insbesondere das Murmelfett. Das heute nur noch in Gebirgslagen jenseits der Baumgrenze lebende Alpenmurmeltier kam während der pleistozänen Eiszeitalter im europäischen Tiefland von den Pyrenäen bis zur Ukraine vor. Es fehlte dagegen in den mit einer dicken Eisschicht bedeckten Alpen. Mit dem Ende der Eiszeit boten nur noch die hochalpinen Lagen der Alpen dieser Art geeigneten Lebensraum (Eiszeitrelikt). Murmeltiere können bis zu 15 Jahre alt werden. Murmeltiere waren im ausgegehenden 19. Jahrhundert nur noch in den Westalpen weit verbreitet. In den Ostalpen gehörten sie im Winter zu den willkommenen Nahrungsmitteln der Bergbauern, die sie zu den Bodenbestandteilen zählten: Im Herbst wurden die Bauten durch Stecken gekennzeichnet, um die Tiere dann im Winterschlaf unter der Schneedecke ausgraben zu können. Neuansiedlingen verhalfen den Mankei zu einer Wiederbewohnung des alten Lebensraums, der von Weidetieren hinsichtlich des hohen Bewuchses freigehalten werden muss: Übersicht ist das oberste Gebot! Sobald ein Schatten wie der des Adlers über die Almmatten streicht, ertönen von allen Seiten Pfiffe, die die Artgenossen zur Warnung ausstossen. Im nächsten Augenblick verschwinden sie vor ihrem Hauptfeind in ihren Bauten, es dauert einige Zeit, bis sie sich mit dem Kopf wieder heraustrauen. Die Natur hat sie darauf eingestellt: Die Seher sind weit oben angebracht, um einen möglichst schnellen Überblick zu gewährleisten.

174 Bild Steinadler
Foto: Münchner Merkur Nr. 189 vom 18:./19. August 2018

Steinadler haben in Bayern nur einen geringen Bruterfolg. Schon im Jahr 2000 stellten Ornithologen fest, dass nur wenige Bruterfolge durchkommen. Bruten werden abgebrochen, Jungtiere sterben, bevor sie ausfliegen können. Wichtigster Faktor ist neben den Störungen die Nahrungsverfügbarkeit im Winter. Hauptnahrung - das Murmeltier - wie in den Westalpen steht in den bayerischen Alpen nur eingeschränkt zur Verfügung. Auch Raufußhühner sind zu selten. Auch Gamskitze sind wegen der rückläufigen Gamsstrecken nur noch bedingt vorhanden, so Dr. Christine Miller vom Bund "Wildes Bayern". 

173 Bild Gatterjagd
Foto: VGT Wien

Die Diskussionen rund ums Gatter ist nicht nur in Österreich hinsichtlich der Abschaffung in Niederösterreich und im Burgenland in wenigen Jahren entbrannt. Aktuell ist der Streit zwischem dem Verein gegen Tierfabriken und dem österreichischen Gatterbesitzer Maximilian Mayr Melnhof in den Schlagzeilen. Auch in Deutschland hat die Auflösung der beiden Gatter der Familie Bismark durch das Verwaltungsgericht in Schleswig-Holstein Aufsehen erregt. Dass die Lebensbedingungen in Gattern auch positiv und mit weniger Stress für die Wildtiere verbunden sein können, schildert Dr. Miroslav Vodnansky vom Mitteleuropäischen Institut für Wildtierökologie Wien-Brno-Nitra.

Bildergebnis für sibirischer rehbock
Foto: weltnis-jagdreisen.de

 

Der Sibirische Rehbock (capreolus pygargus) aus der Familie der Hirsche (cervidae) tut gut daran, sich nicht offen zu zeigen. Als begehrte Jagdbeute des Menschen, des Amurleopards und des Amurtigers verbringt er den größten Teil seines Lebens im Wald und auf dessen Lichtungen südlich des Urals bis Kasachstan, ebenso im nördlichen China bis in die Mongolei. Er scheint zu wissen, dass schon wenige Gräser ausreichen, einen Beutegreifer zu irritieren.  Seit wenigen Jahrzehnten wird es als eigene Art, nicht nur als Unterart des europäischen Rehs (wie Carl von Linne' noch meinte) anerkannt. Heute helfen DNA-Analysen bei vielen neuen Einteilungen. Das Sibirische Reh wird mit einem Körpergewicht von bis zu 50 Kilogramm doppelt so schwer wie seine Verwandten in Mitteleuropa. Die Jäger haben es eher auf das Fleisch des Rehbocks abgesehen. Auch wegen des stärkeren Gehörns des Bocks gilt die Jagd als reizvoll: Begnügt sich der Europäische Rehbock meist mit sechs Enden, hat das dickere und höhere Gehörn seines sibirischen Verwandten bis zu zehn Enden. Das macht die Trophäe attraktiver. Auch weil er ein eingefleischter Einzelgänger ist (außer in der sommerlichen Paarungszeit), reizt der Ansitz auf einen „Sibirier“.

173 Bild St Hubertus 
Foto: Helmut Ctverak

Jagd im Spannungsfeld

Was ist mit diesem Thema gemeint? Was wird unter "Jagd" verstanden? Ist das die Jagdpolitik mit ihren Zielsetzungen und Herausfordeurngen? Ist es die Jagd, wie sie rechtlich verankert ist, nämlich als Eigentumsrecht? Oder ist mit Jagd ganz allgemein das verstanden, was über 127.000 Jägerinnen und Jäger in Österreich ausüben? Lesen Sie den Artikel von Freydis Burgstaller-Gradenegger in der neuesten Ausgabe des Jagdmagazins St. Hubertus 08/2018 auf S. 8 f. 

 

Zur Strecke gebracht: Erich Honecker im Kreise der Genossen vor dem Jagdschloss Hubertusstock im Jahr 1981.
Foto: Eastblockworld

In der Schorfheide haben viele deutsche Politiker Jagd und Diplomatie betrieben, auch Erich Honecker. Der Jagdhistoriker Helmut Suter hat das persönliche Jagdgebiet des letzten DDR-Staatsratsvorsitzenden und dessen Vorliebe für die Jagd erforscht. Auch zuvor - freilich in anderen Dimensionen - war es schon Jagdgebiet des Königs, Kaisers und eines "Reichsmarschalls" gewesen. "Eines haben diese Leute gemeinsam", sagt Suter. "Sie sehen, dass alles um sie herum untergeht, aber sie gehen zur Jagd". So war es auch bei H., der noch nach seiner Entmachtung bis zum Fall der Mauer auf die Jagd ging. Ein Granitstein mit der Inschrift "Mein letzter Hirsch, 8.11.1989" zeugt davon.

Foto: WuH 14/2018

Der große Fiep-Vergleich

WuH vergleicht elf gängige Blatter: Wie groß sind die Tonpaletten, wie laut und leise lassen sie sich spielen, wie klangecht sind sie und wie lange muss man dafür üben? Peter Schmitt nahm alle aktuellen Modelle unter die Lupe und setzt Sie vor der Blattjagdsaison noch schnell ins Bild.

 

173 Bild Hfte 
Foto: www.ingimage.com

Für die älteren unter uns Jägern/innen ist es immer dasselbe Malheur. Zum Aufgang der Bockjagd wollen wir eine Hochsitzleiter erklimmen und dann passiert es: Die Hüfte streikt. Viel zu spät im Leben - nach immer deutlicherem Leiden - entschließt man sich zu einer Operation. Die ist garnicht so schlimm, wenn man qualifizierte Ärzte und Therapeuten aufsucht. In dem Orthopädischen Centrum München heute operiert, übermorgen schon in der Rehabilitationsklinik im Alpenpark in Bad Wiessee am Tegernsee. Beides muss stimmen. Bei über 550 neuen Hüftgelenken pro Jahr ist dies kein Thema mehr. Der Erfolg ist geradezu garantiert und auch in der Reha am malerischen Tegernsee gelegen gelingt die Rehabilitation wie von selbst. Das Team der Therapeuten - aufeinander abgestimmt - merkt sofort, um mit der Jägersprache zu sprechen, wo der Hase läuft. Und so ist "weiß/blau Gott sei Dank" die nächste Jagdsaison auf den roten Bock ein wahres Vergnügen.

Lesen Sie dazu auch das Buch: "Patientenreport: Hüft-TEP", erschienen 2018 im Akademikerverlag Saarbrücken - ISBN978-620-2-21158-1.