Rothirsch
Quelle: dpa/ppl pzi fux bwe

Der Hirsch als Naturschützer:

Das achte Rotwildsymposium der Deutschen Wildtierstiftung vom 7. bis 9. Juni 2016 in Baden-Baden hat den Tagungsband erstellt. Die Tagung war ein wichtiger Meilenstein bei der Diskussion um den Umgang mit Schalenwild in Großschutzgebieten.

Im Zeichen des Falken: Das Abu Dhabi Falcon Hospital ist mindestens ebenso gut ausgestattet wie ein Krankenhaus für menschliche Patienten.
Foto: Michael Marek

Abu Dhabi Falcon Hospital wird von einer deutschen Tierärztin geleitet. Das Krankenhaus ist mindestens ebenso gut ausgestattet wie ein Krankenhaus für menschliche Patienten. Chefärztin Margit Müller hat es zu einer führenden Einrichtung auf der Welt ausgebaut. Jedes Jahr werden etwa 11.000 Falken behandelt, mehr als 75.000 waren es seit der Eröffnung der Klinik im Jahr 1999.

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Foto: Der Anblick 06/2017 

Muntjaks zum Jagdwild erheben

In England und Wales sind Muntjaks eine Plage und werden wie Schädlinge verfolgt. Sie haben sich dort etabliert und erreichen Dichten von bis zu 120 Tieren pro 100 Hektar. Umgerechnet auf das Körpergewicht entspricht das etwa 50 Stück Rehwild pro 100 Hektar – mit entsprechenden ökologischen und ökonomischen Auswirkungen. 

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Foto: Bildagentur Schilling
 
Für ein konfliktarmes Miteinander von Wildtieren und Mensch muss die Nutzung der Kulturlandschaft für alle Beteiligten (Mensch und Wildtier) geregelt bzw. reguliert werden. Ob diese Nutzung bedingt, dass der Mensch Wildtiere "managen" muss, zeigt Hackländer, K. (2017) in seinem Beitrag "Lebensraum Kulturlandschaft: Nutzung durch Wildtiere".
 


Foto: Dieter Nagel für ARTEMIS

Die Vizepräsidentin des Österreichischen Falknerbundes, Carina Frank, wurde von dem gemeinnützigen Verein ARTEMIS zur "Jägerin des Jahres 2017" gekürt. Bei der Jagd beginnt Carina Frank - die Stille zu hören - vielleicht ein weiterer Grund, warum viele Frauen zur Jagd finden. Sie entschloss sich auch das Parforcehorn zu lernen. Das nächste Ziel, eine eigene Bläsergruppe bei den Falknern zusammenzustellen, scheint daher nicht mehr weit.

 
In den zerklüfteten Pyrenäen sind die Gämsen im Vorteil gegenüber dem Jäger. Von den Eismassen der letzten Kaltzeit von tiefen Schächten und Klüften gekerbt erscheint die Landschaft urwüchsig und wild. Nicht vergleichbar mit den Felsmassiven der Alpen, doch ist die Pirsch in den französischen Pyrenäen eine Herausforderung. Dank seiner Färbung passt sich das Gams-Wild hervorragend an die Umgebung an. Auf Schussentfernung sich zu nähern, macht die Jagd so spannend auf Rupicapra pyrenaica. Die Population wird auf rund 35.000 Tiere geschätzt. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet.

 
Die Regenbogenforelle (oncorhyncus mykiss) erreichte Europa erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts und gilt somit als Neozoen, also als Neubürger, der nach 1492, der Entdeckung Amerikas eingeführt wurde. Der beliebte Speise- und Anglerfisch ist mit 6.000 dokumentierten Vorkommen die meist verbreitete gebietsfremde Fischart. Jeglicher Besatz mit dieser invasiven Art ist zu unterlassen, um nicht irreversible Schädigungen des Lebensraums des natürlichen Fischbestandes hervorzurufen.

 
Rotwild-Schottlands Stolz
Rotwild (Cervus elaphus) gehört zu Schottland wie ein guter Whisky, ein bunter Kilt und die grünen Hügel des Hochlands. Schottland ist ein Sehnsuchtsort der Rotwildjäger, aufgrund der höchsten Rotwildpopulation weltweit (bis ca. 400.000) und des hohen Ansehens der Jagd und seiner sportlichen Form des "deer stalking" kein Wunder. Aber auch dort gibt es die altbekannten Konflikte rund um das Rotwild, wohl aber auch die hervorragende Rotwildforschung der Universitäten Cambridge und Edinburgh auf der Insel Rum.

119 Bild Bachforelle
Quelle: St. Hubertus/pro-guides Flyfishing

Ausgezeichnete Fischbestände sind auch in der unmittelbaren Umgebung von Städten , so z.B. bei Linz anzutreffen. Durch Ausleitung eines Wassers in einen Kanal kann man am Oberlauf der Traun fischen. Ausgedehnte Schotterbänke wechseln mit Steilufern und tiefen Gumpen. Besonders für Fliegenfischer interessant ist die reiche Palette an Fischen.


Quelle: Danube_Salmon-Huchen 

Huchen-der Donaulachs kehrt zurück.

Der Huchen (hucho hucho) König der Alpenflüsse war früher in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet - der Donau - kein seltener Fisch. Größere Bestände trifft man auch heute noch in der Mur an. Auch in der Ziller haben sich nun Huchen wieder angesiedelt. Gewässer werden zu seinem Schutz wieder durchgängiger gestaltet.

Hatfield House
Quelle: hudsonheritage.com

The Game Fair Festival of the great British Countryside
28-30 July 2017 Hatfield House, Hertfordshire Celebrating its 59th Year.

The Game Fair boasts the most comprehensive array of fieldsports in the UK. Including archery, air gunning, falconry, fishing, ferrets, gun dogs, horses & hounds and Europe’s longest clay shooting line. Incorporating core Game Fair sections including Game Keepers Row, Woodland and Forestry, Estate Management, and Elegant Gardens. A must for Shoot Managers, Game Keepers and Estate Managers.

2017 12 04 09 Beizjagd Abu Dhabi
Foto: Festival of Falconry

Vom 04. bis 09. Dezember 2017 findet in diesem Jahr das 4. Abu Dhabi Falconry Festival statt. Veranstalter ist die Mohamed bin Zayed Falconry and Desert Physiognomy School

The recognition of falconry as an Intangible Cultural Heritage of Humanity (ICH) by UNESCO in 2010, championed by the United Arab Emirates, has been the single most effective support for the continued practice of falconry worldwide. The recognition gives falconry a status enjoyed by no other hunting discipline as yet.

 

Der Falkner und  Maler Renz Waller aus Mettmann begründete 1923 den Deutschen Falkenorden in Leipzig und verschaffte damit der Falknerei einen Neuanfang in Europa; diese Kunst des Jagens stellt heute ein Weltkulturerbe dar, das über Jahrtausende weltweit ausgeübt und geschätzt wird. Das Jagdmagazin Wild und Hund hält es jedoch in seiner neuesten Ausgabe dem Zeitgeist geschuldet, dunkle "braune" Schatten in Erinnerung an die Verdienste dieses großen Beizjägers aufkommen zu sehen.

118 Bild Schalldmpfer 
Foto: C. Burgstaller

Die Verwendung von Schalldämpfern auf Jagdgewehren wird zur Zeit diskutiert. Sie ist auch Gegenstand eines Vortrags von Prof. Dr. Klaus Hackländer anläßlich der ersten Alpenländischen Jagdrechtstagung vom 13. bis 15. Oktober 2017 in der Villa Maund, Schoppernau, Vorarlberg. Die Technik und weitere Funktionen erklärt der bekannte Büchsenmacher und Schießlehrer Norbert Steinhauser in einem Beitrag zum Thema: "Jagdwerkzeuge" in Österreichs Weidwerk Ausgabe 07/2017.

117 Bild Nadelbaum  

In den Zentralalpen ist die Zirbe, auch Arve genannt, oftmals eine Schlusswaldbaumart. Die Zirbe bietet dem Tannenhäher mit ihren ölhaltigen "Nüssen" eine hervorragende Nahrungsquelle. Sie ist damit ein Beispiel der Symbiose von Wild und Pflanzenwelt. In dem soeben erschienenen Büchlein von Helmut Fladenhofer und Karlheinz Wirnsberger werden Nadelbäume wie die Zirbe näher beschrieben und durch entsprechende Bilder erläutert.

50 Bild Gams Sommer
Welche Auswirkungen hat die Jagd auf die Bestände des Wildes?

Die Jagd als Ausgleichsfaktor: Kompensatorische Sterblichkeit spielt insbesondere auf die natürliche Wintersterblichkeit eine große Rolle. Einen herbstlichen Überschuss nicht zu bejagen, kann dazu führen, dass durch strenges Winterwetter oder Raubwild das Vorkommen ohnehin reduziert wird und somit eine jagdliche Nutzung zum richtigen Zeitpunkt keinen Eingriff in die natürliche Sterblichkeit und keine additive Nutzung bedeutet.

Waldimpression

Foto:bmlfuw

Forst & Jagd Dialog: „Verbergungskünstler Schalenwild - Was tun?"

Die Kunst des Wildes, sich geschickt zu verbergen, wird seit Jahrzehnten durch wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen. Und es werden seit einiger Zeit auch Methoden entwickelt, wie die Höhe der Wildbestände besser eingeschätzt werden kann als mit den traditionellen jagdlichen Vorgangsweisen. Ein Bericht über den Forst & Jagd Dialog, die sog. Mariazeller Erklärung in der Forstlichen Ausbildungsstääte Ort bei Gmunden, OÖ.

 

Foto: Wild und Hund

Die Hahnen des Erzherzogs

In der Steiermark hat Graf Meran in seinem Revier um Schloß Stainz ein Paradies für das Auerwild geschaffen, ganze Waldbilder nach den Ansprüchen des seltenen Urvogels traditionell - wie schon sein Vater - gestaltet.

SH07_Cover © Archiv

Ökosystemdienstleistungen: Darunter versteht man Leistungen, die Wildtiere für die Gesellschaft erbringen. Wichtiges Beispiel ist etwa das Fischsterben, das Gewässerbelastungen frühzeitig anzeigt. Aber auch in der Diskussion über die Ausbreitung des Wolfs könnten Wildtiere nützlich sein: Gedacht ist an die flächendeckende Wiederbesiedelung der Hauptbeuteart Rotwild.

114 Bild Marderhund
Foto: Mross DJV

Der Marderhund (Nyctereutes procyonoides) oder Enok erobert Mecklenburg-Vorpommern. Er ist ein Mitglied der Familie der Hunde, denen der Marderartigen ähnlich, deshalb der Name.
Auf ihrer Bundesdelegiertenversammlung in Rostock-Warnemünde haben Jäger neue Zahlen zur Ausbreitung des Marderhundes vorgelegt: In Mecklenburg-Vorpommern wurde er bereits in 92 Prozent der Reviere nachgewiesen. Der bundesweite Spitzenwert. Das Monitoring-Programm WILD soll ab 2019 ausgebaut werden, Jäger fordern Unterstützung mit öffentlichen Mitteln. Bundesweit gesehen kommt der Marderhund in 26 Prozent der Reviere vor. Ausgewertet haben Wissenschaftler von Jägern erfasste Daten aus 24.000 Revieren – das sind 40 Prozent der Fläche Deutschlands.