85 Bild WuH bleifrei
Quelle: WuH bleifrei

Die jagdliche Brauchbarkeit bleifreier Geschosse war Ziel einer aktuellen Untersuchung des Institutes für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien, speziell unter den jagdlichen Bedingungen in Tirol. Danach ist bleifreie Büchsenmunition auch für die Hauptwildarten Rot-, Reh- und Gamswild im Gebirge für unterschiedliche Schussdistanzen geeignet.

,Bitte Bilder anzeigenFoto: WuH 7/17

Obstbaumkulturen, Felder oder lieber Grünland? Hasen meiden oder bevorzugen bestimmte Habitattypen. Eine neue Studie von Dr. Stéphanie Schai-Braun, Darius Weber, den Trägern des diesjährigen Granser-Preises für nachhaltige Jagd, und Prof. Klaus Hackländer von der BOKU Wien kam zu überraschenden Ergebnissen, diese zeigen, was der Hase wirklich braucht.

 109 Bild Knigs
Foto: Verfasser

Eine Fotoreportage über den Crashkurs zur Falknerprüfung bei FM Josef Hiebeler, Hohenwerfen, finden Sie unter Publikationen.

 

 

Rebhuhn Steckbrief
Foto Deutsche Wildtier Stiftung: Rebhühner perdix perdix

Rebhühner lieben kleine Felder mit breiten Wegrändern, auf denen sich Käfer, Spinnen und Würmer tummeln. Doch solche Lebensräume sind längst selten geworden. Durch die Flurbereinigung hat die Größe einzelner Äcker enorm zugenommen. Vielerorts wurden Wegränder umgepflügt und Feldgehölze gerodet. Pestizide vermindern Insekten, die die frisch geschlüpften Küken als Nahrung dringend benötigen. Seit 1980 sind die Rebhuhnbestände europaweit um 94 Prozent eingebrochen.

112 Bild Rehbock 
Foto: Verfasser 
Viele wissen nicht, was Jagd eigentlich bedeutet. Insbesondere im urbanen Bereich empfinden die Meisten die Jagd nicht als ein Stück unserer Kultur. Dabei ist Jagd Teil der Land- und Forstbewirtschaftung des Grundeigentums. Wildtiere als Kulturgut zu erhalten, steht dennoch im Interesse der Bevölkerung. Über die Aufgaben eines Jägers gibt Universitätsprofessor Dr. Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur Wien dies Interview.
 
 

Bitte Bilder anzeigenWuH 6/17Foto: Archiv

Halbautomatische Waffen, wie sie in Deutschland bisher zu Jagd verwendet wurden, sollen laut der neuen EU-Richtlinie nicht verboten werden (Symbolbild). Medizinische Tests sind weiterhin für die waffenrechtliche Erlaubnis nicht erforderlich. Die Erlaubnis muss nicht, wie angekündigt, alle fünf Jahre erneuert werden. Halbautomatische Waffen, wie sie bisher von Jägern und Sportschützen verwendet wurden, bleiben erlaubt.

105 Bild Wildschwein 
Foto: DJV

 "Wild auf Wild" – DJV startet Kampagne
Unter dem Motto "Wild auf Wild" hat der DJV Aktionsmittel rund um Wildbret für Jäger entwickelt. Sie sollen den Auftritt ohne großen Aufwand professionalisieren und Werbung machen für die Jagd. Die Produkte ergänzen die bekannte Internetplattform www.wild-auf-wild.de. Neu ist der gleichnamige Facebook-Auftritt. 

Bildergebnis für Fischadler Senegal
Foto: John Wright, Schweizer Tagblatt

Der blaue Ring am rechten Bein des Fischadlers und die Antenne des Senders, die über seine Schwanzfedern hinausragt, verraten die Schweizer Herkunft des Greifvogels im Senegal.

Bild 109 BOKU Fasanenjagd
Foto: Boku - alumni-Veranstaltungsnewsletter

Die Universität für Bodenkultur Wien veröffentlicht folgende Preis-Ausschreibung:

Die Universität für Bodenkultur Wien schreibt jährlich zwei Preise für wissenschaftliche Publikationen der vergangenen zwei Jahren aus, die einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung von Management-strategien im Sinne einer nachhaltigen Jagd leisten.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungs-unterlagen bis 01. März 2017 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Foto: Ripley Castle, 2017, cop. Verfasser 

"Ripley Sporting"  beschreibt  Shoot-Captain Frank Boddy (Ripley Castle Shoot) als typisch englische Variante einer Gesellschaftsjagd im Norden der Grafschaft Yorkshire. In der Parklandschaft von Ripley Castle pflegen u. a. Banker aus London eine Jahrhunderte alte Jagdart. Die romantische Landschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts, von William Turner entdeckt und vielfach gemalt, bildet den perfekten Rahmen: ..."mainly in God´s own Country, our beautiful North Yorkshire countryside".


naturfotografen-forum.de

Tourengeher brauchen keinen Schnee aus Kanonen. Sie sind die Gutmenschen des Wintersports, brauchen sie doch auch keine Lifte. Aber auf dem Skisport abseits der Piste lastet ein ökologischer Makel: Der Lebensraum von Gams- und dem streng geschützten Birkwild (Tetrao tetrix) wird gefährdet. Kräfteraubende Fluchten im tiefen Schnee, oft aus ihren Schneehöhlen wenige Zentimeter unter der Oberfläche erschrocken talabwärts fliehend, sind die Folge. Dies ist die Entwicklung einer Randsportart zum Massenphänomen, dabei Schutzzonen missachtend.

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Biosphoto/O. Born/R. Bernhardt|B. Rohrschneider/AGE/Gerken & Ernst/imageBROKER/premium.de|D. Pattyn/naturepl.com

Schon die Bischöfe von Salzburg betrieben eine "Steinbockapotheke". Auch der Klerus war dem Volksglauben nicht abgeneigt, dass Steinböcken capra ibex Wunderkräfte zu gesprochen wurden. Der "Phönix der Berge" galt lange Zeit als "springende Apotheke", zerstoßenes Steinbockhornsalz kam gegen Gelenkschmerzen zum Einsatz. In der mitteralterlichen Volksmedizin der Hildegard von Bingen hatte auch das "Herzkreuzerl" seine Funktion: Wilddiebe trugen den verhärteten Knorpel des Tierherzens als Talisman um den Hals.

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Seit mehr als 2000 Jahren ist die Jagd mit dem Habicht und Falken bekannt. Schon damals war die als höfisches Jagdvergnügen gepflegte Kultur ein Ereignis besonderer Art. An den Beizjagden beteiligten sich auch Jägerinnen, hoch zu Roß im Damensattel, eine nicht ganz ungefährliche Leistung über Stock und Stein. Besonders beliebt war die Beizjagd auf Reiher, oft mit sog. Kompaniefalken geflogen. Dies erforderte eine besonders schwierige Abrichtung der Beizvögel. Das erste deutsche Jagdbuch, das diese Art zu jagen beschrieb, war die "Habichterei" von Anton Sorg, um 1480 in Augsburg gedruckt. 

Bildergebnis für Gray wolf

Die Zahl der Wölfe canis lupus steigt: Die CSU will jetzt eine Quote! Landwirtschaftsminister Schmidt fordert zudem eine beschränkte Abschußfreigabe: "Der Wolf hat bei uns keine natürlichen Feinde. In einem dicht besiedelten Land wie bei uns müssen Grenzen gesetzt werden." Dagegen will die Umweltministerin sich auf ein Wolfsmanagement beschränken und nur "Problemwölfe" in Gefahrensituationen "begrenzt entnehmen". Der NABU hält dagegen:"Der Wolf gehört zu Deutschland".

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https://www.uibk.ac.at/iezw/

"Jägerinnen unter Jägern"  unter diesem Titel gibt eine Fallstudie eine ethnografisch informierte Rekonstruktion männlicher Herrschaft in der Jagd wieder. Die wissenschaftliche Arbeit von U. Schmid an dem Erziehungswissenschaftlichen Institut der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck befasst sich mit "öko-feministischen Ansätzen" unserer Gesellschaft, hier ausgerechnet am Bild des Übermannes Jäger.

"Weibliche Jagende nehmen in den überwiegenden Fällen über den Partner am „männlichen Spiel“ Jagd teil oder aber ihr familiärer Hintergrund eröffnet ihnen den Zugang in das Feld der Jagd. Zudem sind Frauen da und dort auch die solidarische Mitpächterin, die tugendhafte Gesellschafterin, die gute Köchin oder die bedingungslose Bewunderin männlicher Jagderfolge. Frauen scheinen dabei zu ahnen, dass sie in das Spiel Jagd nicht uneingeschränkt involviert sind, gewichten aber dennoch ihr Privileg teilzuhaben, hoch. Sie erfahren im Kontext ihrer Unterwerfung eine neue Form der Ehrung und werden dabei für die erbrachten Leistungen durch männliche Anerkennung belohnt."

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Es muss nicht immer China sein: Litopenaeus vannamei, die weiße pazifische Garnele wird in einer Aquafarm des Voralpenlandes, in Langenpreising beim Flughafen München gezüchtet. Bis sie allerdings in der Spitzengastronomie Bayerns auf dem Tisch landet, hat sie als Larve aus Florida über Monate im Pool der Aquafarm, die ursprünglich in der Münchener Leopoldstraße residierte, einen weiten Weg bis zu einer Körpergröße von ca. 20 cm durchgemacht. "Good Gamba", auch als shrimps bekannt, gehört zur Ordnung der Zehnfußkrebse und lebt im pazifischen und indischen Ozean im schlammigen Meeresgrund der Lagunen und Mangrovenwälder. Seit den 60iger Jahren hat sich der Konsum in Deutschland - wo sich  ja keiner mehr auf ein Butterbrot beschränkt - nahezu verdoppelt, so dass es sich lohnt, statt importierter, oft durch unkontrollierten Gebrauch von Antibiotika verseuchter Ware diesen Luxus nach hiesigen strengen Vorschriften selbst zu produzieren. Die Garnele scheint also in Bayern langsam heimisch zu werden.

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"Jagern mit Ludwig Thoma": Unter diesem Titel erscheint im Akademikerverlag zum 150. Geburtstag ein Buch mit der Geschichte des Rotwilds vor den Toren Tegernsees. Hier hat der über die Grenzen Bayerns hinweg bekannte Mitherausgeber und Autor des Simplizissimus sein Jagdrevier gehabt und bis zu seinem Tode 1921 gewohnt. Zu seinen bekanntesten Erzählungen gehören die "Lausbuben-geschichten" über einen Internatszögling, der sich nur schwer zu einem verantwortungsvollen Mitglied der Gesellschaft hat erziehen lassen. Eingebettet in die liebliche Landschaft des Tegernsees und seiner Berge wird auf die Anfänge des Tourismus eingegangen und seine Entstehungsgeschichte:  vom Kauf des Klosters Tegernsee durch den Wittelsbacher Max I. Joseph, König von Bayern angefangen und der dadurch ausgelösten Landschaftssehnsucht der Münchener Gesellschaft, die sich hier niederließ, bis hin zu der bäuerlichen Lebensart der die "Zu-gereisten" annehmenden örtlichen Bevölkerung. 

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Gänsegeier (Gyps fulvus) sind seit einiger Zeit u. a. am Untersberg im Salzburger Land, dem steilen, unweglichen Gebirgsmassiv beheimatet. Sie stammen aus dem Hellbrunner Tiergarten und nisten in den schroffen Felswänden. Mit einer Flügelspannweite von ca. 2,70 m und einem Gewicht von bis zu 11 kg sind sie gleich groß wie die Bart- und Mönchsgeier. Der Gänsegeier unterscheidet sich aber im Flugbild durch die V-förmige Flügelhaltung. Als Segelflieger ist er abhängig von Thermikaufwinden und bevorzugt deshalb Landschaften mit großen Reliefunterschieden. Bis in Höhen von 2.750 m und darüber sind seine Nahrungsflüge in den Alpen wieder regelmäßig zu beobachten. Unter den Geiern baut er eine dominante Sozialhierachie auf: Mit drohendem Imponierverhalten hält er weitere wartende Vögel, aber auch Artgenossen von der Beute zurück. Hauptursachen der Bestandsgefährdung sind in den südlichen europäischen Ländern immer noch anzutreffende präparierte Giftköder, die er als Aasfresser aufnimmt.   

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Rechtzeitig zum Jahresende erscheint das neueste Buch unseres Autors im Akademikerverlag Saarbrücken zum Thema: "Jagdethik: Spiegelbild der Jägerschaft".

Die Jagd heute ist unpopulärer denn je, das liegt nicht nur an der Auffassung der Gesellschaft an der Jagd, sondern auch an der Jägerschaft selbst. Sicher gibt es hier auch medienwirksam dargestellte Beispiele, die das Image des Jägers ins Zwielicht stellen sollen. Denn die grundsätzliche Einstellung zur Natur und damit auch zur Jagd hat sich geändert. Ohne im Einzelnen auf Unterschiede zwischen der ländlichen und urbanen Bevölkerung einzugehen, hat die Jagd gesellschaftspolitisch an Ansehen verloren, weil es sich hierbei um das Privileg Weniger handelt, Wild erlegen zu dürfen, und damit einer Hinterlassenschaft unserer Vorfahren zu frönen, die seinerzeit selbstverständlich und unwidersprochen war. 

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Kurt Pinter, BOKU Wien: Seesaibling (Salvelinus umbla)

Der Seesaibling ist der Fisch des Jahres 2017. Trotz der hohen Gewässerqualität in den bayerischen und alpenländischen Fliessgewässern und Gebirgsseen ist der Bestand heimischer Fische zusehends unter Druck geraten. Der intakte Wasserhaushalt und das Vorhandensein natürlicher Gewässerstrukturen ist für die Etablierung gesunder Fischbestände ebenso notwendig. Die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer kann durch Eingriffe des Menschens wie z. B. durch wasserbauliche Maßnahmen und andere Gewässerregulierungen beeinträchtigt werden, damit die Strukturvielfalt und den natürlichen Gewässer-lebensraum empfindlich stören. Wissenschaftler haben erst kürzlich festgestellt, dass z. B. in Tirol dringender Handlungsbedarf besteht, wenn man die Bestände an Äschen (Thymallus, thymallus), aber auch an Kleinfischen wie Koppen (Cottus Gobio) und Elritzen (Phoxinus phoxinus) für die nächsten Generationen erhalten will.