Getriebene Fasane – driven pheasants – gehören in England zu den beliebtesten Jagdarten auf Niederwild. Englische Farmer haben schon frühzeitig umgesattelt und ihre Ländereien ganz der Zucht von Fasanen, Rebhühnern, etc. gewidmet. Britische Jagdtradition findet man in North Yorkshire, einer Game-Farm, wo Niederwild gezüchtet wird.

Die renommierte österreichische Jagdzeitschrift „Der Anblick“ gibt in ihrer Mai-Ausgabe einen Einblick in das gesellschaftliche Leben Englands der frühen 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Damals scheint das Interesse der Weiblichkeit an der Jagd jedoch nicht so bedeutsam gewesen zu sein, wie das heute der Fall ist. Danach ist jeder dritte Jungjäger und Jagdscheinanwärter weiblich. Jedenfalls entspricht das Outfit von Lady Rachel Cavendiesh durchaus dem damals üblichen Outfit des gesellschaftlichen Lebens auf dem Lande. 

Fasanenjagd in Europa

Die beiden bekannten Arten von Edelfasanen Clochicus und Versicolor, also die berühmtesten Arten in Mitteleuropa werden ergänzt durch eine Mutation, den Tenebrosus-Fasan – wahrscheinlich um 1880 in Norfolk, England gezüchtet. Er hat seinen Namen als Dunkelfasan nach lat. „tenebrosus“, dunkel.

Die Zeiten sind vorbei, da Jäger einfach jagten. Sie waren es schon vor etwa 20 Jahren, als eine öffentliche Bestandsaufnahme gefordert wurde. Der bekannte Journalist Eckard Fuhr schrieb damals in der FAZ unter der Rubrik „Deutschland und die Welt“ über das notwendige Nachdenken der Jäger über die eigene Rolle. Die Forstwissenschaft und der damals schon existierende ökologische Jagdverein heizten die jagdpolitische Debatte an. Die Jagd galt als eine Freizeitbeschäftigung älterer wohlhabender Männer. Hat sich mittlerweile einiges geändert?